Ihr Spezialist für Brieftauben, Rassetauben, Geflügel und Kaninchen
Das Reisejahr war mit Sicherheit eines der erfolgreichsten seit Georg mit den Brieftauben spielt. Sage und schreibe zum 13. Mal in Folge, konnten seine Reiseasse einen Prozentsatz von über 70% erzielen. Die Krönung aller Meisterschaften im Reisejahr 2025 war die Erringung der 3. Verbands-Jährigenmeisterschaft auf Bundesebene. Wahrlich ein großer Meister unseres geliebten Hobbys.
Die Versorgung
Seit Jahren vertraut Georg auf die Produkte von Röhnfried. Sein gesamter Bestand wird mit Röhnfried Produkten ganzjährig nach einem genauen Plan versorgt. Die Besonderheit bei Georg besteht darin, dass er fast alle Produkte über das Futter verabreicht. Hierzu gehören Blitzform, Bt-Amin forte, K+K Protein 3000, Kräuter-Gemüse-Mix und Hexenbier, um nur einige zu nennen.
In diesem Jahr hat Georg drei Veränderungen in der Saison vorgenommen. Seine Tauben bekamen von Montag bis Mittwoch zusätzlich UsneGano in die Tränke und ab Mitte der Saison vermehrt Rotosal. Darüber hinaus setzte er noch 6-mal in der Woche Carni-Speed über das Futter ein.
Das System
Bei Georg werden die Reisetauben Mitte Februar verpaart und müssen alle zwei Junge aufziehen. Nach 14 Tagen wird getrennt und die Weibchen ziehen mit einem Jungtier in ihr Weibchenabteil. Ab März beginnt der Freiflug und relativ schnell werden die Reisetauben morgens und abends eine Stunde mit der Fahne trainiert. Privates Training ist bei Georg die absolute Ausnahme.
Das Highlight
Der absolute Höhepunkt war der Endflug von Wegscheid 530 km im Regionalverband. Nicht nur, dass Georg von 24 Tauben 22 in die Preisliste bekam, nein, um 13:09 Uhr sind sogar 10 Tauben zusammen angekommen. Wie sagte Georg selber: „So etwas Überragendes habe ich noch nie erlebt.“
Die Asse 2025
Reiseasse hatte Georg eigentlich in jedem Jahr, so auch im Jahr 2025. Der „3318-23-38“ wurde erster As-Vogel im Reg.Verb. 407 mit 10 Pr. und 865 As.P. Die „3318-23-41“ wurde erstes As.-Weibchen im Reg.Verb. 407 mit 10 Pr. und 875 As.P.
Auch in diesen Tauben fließt immer noch das Blut des legendären „Joseph“. Alle Kinder und Enkelkinder, die auf der Reise oder in der Zucht überzeugt haben von dieser Ausnahmetaube hier aufzuführen, ist einfach unmöglich.
Auch 2026 wird kein Weg an Georg und seine Reiseasse vorbeiführen.
Erfolge 2025:
Verband: 3. deutscher Verbands-Jährigenmeister 3. Meister die Brieftaube 23. VB-Mittelstreckenmeister 42. deutscher Verbandsmeister Bester Flug: 19.07. Wegscheid 530 km Reg. gegen 1218 Tauben: 1, 2, 3, 4, 5a, 5b, 7a, 7b, 9a, 9
Gespannt und etwas verunsichert schaute man in die Saison 2024, nachdem im Herbst zuvor ein dreister Diebstahl zum Verlust von 21 Reiseweibchen, darunter der RV-Besten und dem drittbesten Weibchen der RV geführt hatte. Somit verblieben lediglich 16 Weibchen zum Reisen. Durch Spätjunge und einige Tiere von befreundeten Züchtern wurde versucht, ein Empfangskomitee für die reisenden Vögel aufzubauen. Doch es klappte wie gewohnt und man konnte in der RV bis auf das beste As-Weibchen alle Titel gewinnen. Die Reiseleistung betrug 74%. Somit konnte zum 12. Mal ein Prozentsatz von über 70 erzielt werden. Im RegV holten sich die Tiere die 1. RegV-Jährigenmeisterschaft, das RegV-Championat und stellten mit dem „49“ und der „41“ den besten jährigen Vogel und das beste jährige Weibchen und mit dem „83“ den zweibesten jährigen Vogel im RegV. Zweimal wurden die Fröhlingsdorfs Monatsmeister bei der Zeitschrift Brieftaubensport International. Bei den Jungtieren begann man mit 59 Tauben und konnte noch 53 nach dem sechsten Flug vorweisen. Das führte zur 1. Meisterschaft in der RV.
Der Jahresablauf war wie gewohnt. Mitte Februar wird die Reisemannschaft verpaart. Alle Paare zogen zwei Junge auf. Nach 14 Tagen wird getrennt, ein Jungtier wechselt mit den Weibchen in deren Abteil, eins verbleibt beim Vogel. Ab 1.3. erfolgt der Freiflug, zunächst ohne Zwang. Im April wird die Mannschaft max. dreimal auf 10 km weggebracht.
Zur Stabilität der Gesundheit kommen die Produkte von Röhnfried zum Einsatz. Drei- bis viermal Hexenbier, ein oder zwei Tage Blitzform, am Rückkehrtag und einen Tag vor dem Einsetzen Bt-Amin forte, ebenso wie K+K Protein 3000. Alle Produkte werden über das Futter gereicht und, falls notwendig, mit Kräuter-Gemüse-Mix oder Bierhefe abgetrocknet.
Eng verbunden mit dem Schlag Fröhlingsdorf ist der Name Josef, der Vogel, der neben guten Reiseleistungen seine gewaltigen Gene im Stamm verankert hat. Er lebt noch und bekommt sein verdientes Gnadenbrot. Um zu starke Inzucht zu vermeiden, ist Georg immer auf der Suche nach Passern für die Erfolgslinie. In jedem Jahr werden Zugänge getätigt, doch es ist sehr schwer, das Passende zu finden. “Nur Wenige schlagen ein“, so die Erfahrung.
Welchen Tipp hast Du für weniger erfolgreiche Sportfreunde?
„Zunächst einmal die Gründe bei sich selbst, bei der Haltung und bei den Tauben suchen. Bei uns lief es auch erst besser, als ich die Lüftung geändert und verbessert hatte. Und dann muss man das Glück haben, an gute Tauben zu kommen“.
„Zusammengefasst kann man sagen, dass die Saison 2023 zu Beginn von starkem Ostwind geprägt war. Dies beeinträchtigte jedoch nicht die Reiseleistung, die immerhin noch bei beeindruckenden 72 Prozent lag. Die Verluste hielten sich im normalen Rahmen. Anfangs fehlten die Spitzenpreise, die in den Vorjahren vorhanden waren, aber im Laufe der Saison änderte sich dies. Die Jungtaubenflüge verliefen ebenfalls normal mit geringen Verlusten. Ich habe meine Tauben einmal mit RP geimpft, was für die Jungtauben ausreichend war.“
„Grundsätzlich habe ich wieder sowohl mit Vögeln als auch mit Weibchen an der Reisesaison 2023 teilgenommen. An meinem System habe ich keine Änderungen vorgenommen und bin bei dem Altbewährten geblieben. Auch für das Jahr 2024 habe ich nicht vor, etwas zu ändern. Die Leistungen waren mehr als zufriedenstellend, daher gibt es keinen Grund, Anpassungen vorzunehmen.“
„Die für mich entscheidenden Produkte während der Reisesaison sind vor allem Blitzform, Carni-Speed, Bt-Amin forte, Hexenbier sowie K+K Protein 3000.
Die Tauben erhalten bei mir sechsmal pro Woche Carni-Speed, um ihre Kondition zu steigern und die Flugfreude zu fördern. Während der Woche bekommen die Tauben zweimal Blitzform sowie viermal Hexenbier, was ihre Vitalität und Abwehrkraft stärkt. Durch Blitzform erhalten die Tauben saubere Kehlen, klare Augen, schneeweiße Nasenwarzen, glänzendes Gefieder und rosafarbenes Brustfleisch. Am Anfang der Woche erhalten die Tauben K+K Protein 3000, um den verbrauchten Eiweißvorrat aufzufüllen, den Muskelaufbau zu fördern und das Immunsystem zu stärken. Dies wird durch Bt-Amin forte ergänzt. Diese Kombination verleiht den Tauben ein optimales Flugverhalten und eine perfekte Daunenmauser.“
„Die herausragendste Taube des Jahres 2023 war der Vogel 03318-22-1441, der 13/12 Preisen und 1068 AS-Punkte erzielt hat. Er wurde zudem bester Vogel im Regionalverband 407. Die Jungtierreise konnte mit einer beeindruckenden Reiseleistung von 54 Prozent abgeschlossen werden.“
Seit 2016 gehören Georg Fröhlingsdorf und seine Frau Veronika dem Röhnfried Racing-Team an. Seitdem konnte das Duo immer wieder mit Spitzenergebnissen überzeugen. Grund genug, Georg zu interviewen.
Antwort: „Wir waren nicht ganz zufrieden, letztlich war sie es aber okay. Wir hatten einen „Verkrachten“ von Hemau, aber sonst ging es. Allerdings hatten wir auf der Alttierreise mit 20 Tauben so hohe Verluste wie noch nie. Den Grund kennen wir nicht. Auf dem letzten Flug ging ein Weibchen mit bis dahin 11/11 Preisen, darunter drei „Erste“ verloren und ein Weibchen, das bis dahin 11/10 Preise geflogen hat. Dennoch holten wir eine Reiseleistung von 74 Preisprozenten. Bei den Jungtieren waren es noch 61 Prozent.“
A.: „Wir fliegen nach der ‚Totalen‘. Begonnen haben wir mit 62 Tieren, darunter waren einige überzählige Weibchen. Da wir nach dem 4. oder 5. Flug die Tiere aus dem Rennen nehmen, die es nicht schaffen, konnten wir einige der ledigen Weibchen Partner geben. Die Jährigen werden bei uns wie die Alten behandelt und nehmen i.d.R. auch am Endflug teil.“
A.: „Wir greifen auf eine ganze Anzahl von Produkten zurück: 3-4 mal wöchentlich während der Reise, aber auch während der Mauser gibt es Hexenbier, eventuell gemischt mit Atemfrei. Carni Speed gibt es jeden Tag in der Saison, Blitz 2 mal wöchentlich. Übrigens geben wir alle Produkte über das Futter. Blitz beispielsweise schütten wir durch den Gummipfropfen wie durch einen Salzstreuer nach Gefühl über das Futter. Wir mischen auch, so z.B. Blitz mit Hexenbier. Am Rückkehrtag und am Tag darauf gibt es K+K Eiweiß, ebenso am Tag vor dem Einsetzen zusammen mit Energieöl. Auch BT-Amin gibt es über das Futter. Rotosal geben wir nur bei schweren Flügen. Zum Abtrocknen verwenden wir u.a. Pavifac Bierhefe, Topfit Futterkalk oder Kräutermix. Grit und Mineralien werden täglich gewechselt, außerhalb der Saison 2-3 mal pro Woche. Im Frühjahr machen wir eine Kur mit Hexenbier. Wir haben das Gefühl, dass danach mehr Daunen fallen und das Brustfleisch besser durchblutet wird. Nicht unterschlagen wollen wir, dass wir während der Mauser viel Hessechol geben.“
„Wir mischen immer mehr Futter an als die Reisetauben benötigen und geben die Reste entweder den Jungen oder den Zuchttauben. Das sind zwar eine Menge Produkte, aber wir sind überzeugt von der Qualität und dem Nutzen.“
A.: „Wir verwenden das dritte Jahr den RP-Impfstoff. 2022 haben wir erstmals 2 mal geimpft. Einige hingen nach der 1. Impfung längere Zeit durch. Als keine Besserung eintrat, wurden sie entfernt. Nach der 2. Impfung war dann Ruhe.“
Oder wie soll man ein Reisejahr bezeichnen, in dem man auf der Alttierreise mit 79,9 Preisprozenten glänzen kann? Und auch die 71,4 % Preisausbeute bei den Jungtieren können sich sehen lassen? Die Schlaggemeinschaft Veronika und Georg Fröhlingsdorf aus der RV Bergisch-Gladbach schwimmt also weiter auf der Erfolgswelle. Grund genug nachzuhaken. Georg Fröhlingsdorf beantwortete unsere Fragen!
Die Saison lief sehr gut für uns. In der RV konnten wir uns bei allen Meisterschaften den 1. Platz sichern, mit Ausnahme bei den Vögeln, dort wurden wir 2. Auch bei den As-Tauben lagen wir vorne. Im RegV wurden wir bei den Jährigen und den Jungen jeweils 1. Meister. Wir stellen das 2. As-Weibchen im RegV, sie wurde auf Bundesebene 4. As-Weibchen. Im Wettbewerb der Zeitschrift Brieftaube wurden wir bundesweit Erster. Und 8. Jährigenmeister auf Bundesebene wird auch nicht jeder. Von 16 Flügen in der RV holten wir 14 Mal den 1. Konkurs. Von 549 km siegten wir im RegV gegen 4452 Tauben. Wir sind also sehr zufrieden.
Wir spielen nach der totalen Witwerschaft. Anfangs müssen alle Tiere mit, im Laufe der Saison werden Partner, die gar nicht anpacken, aus dem Rennen genommen. Wir haben aber auch Paare, bei denen beide Partner sehr gut fliegen. Allerdings auch welche, bei denen beide Tiere daneben liegen. Begonnen haben wir mit 58 Tauben, davon waren 1/3 Vögel und 2/3 Weibchen. Das lag daran, dass wir in den letzten zwei Jahren zu wenig Vögel bei den Jungtieren hatten. Gut fliegende Jährige werden bis zum Endflug durchgesetzt. Um in der Mannschaft zu verbleiben, achten wir sehr auf die Ergebnisse und hauptsächlich auf die As-Punkte auf den Flügen jenseits der 400 km Entfernung. Eine hohe As-Punktzahl und 7 oder 8 Preise ist uns wichtiger, als eine zweistellige Preiszahl mit wenigen As-Punkten.
Wenn es geht, wird gekreuzt oder entfernte Verwandtschaftszucht betrieben. Das ist bei den Reisetieren schwierig, weil die meisten untereinander verwandt sind. Daher holen wir in jedem Jahr zwei bis drei Tiere aus Spitzentauben dazu. So erwarben wir Nachzucht aus dem 8. As-Vogel des Verbandes 2019 von Ernst Greschke. Dieser Vogel hat in seiner Laufbahn 8 Mal den 1. Konkurs geflogen. Er trägt väter- und mütterlicherseits das Blut der von Ravenstein-Tauben. Die Neuzugänge werden in unsere Linie eingekreuzt und erhalten für zwei bis drei Jahre die Chance zu zeigen, was sie in der Zucht wert sind. Wenn die Nachkommen als Jungtiere nichts zeigen, ist das nicht schlimm, jedoch als Jährige müssen sie Ansätze einer guten Reisetaube zeigen. Zurzeit haben wir zwölf Zuchtpaare. Wir hatten noch einen weiteren Zuchtschlag, in dem vornehmlich Versuchspaare und Ammenpaare untergebracht waren. Dieser musste jedoch nach Auflage durch das Bauamt abgerissen werden.
Am Ende der Saison hatten wir vier Tiere mit 11/11 Preisen und zehn Tauben mit 11/10 Preisen. Hervorstechend ist das Weibchen 3318-18-424 mit 11/11 Preisen und 1057 AP (96,09 AP pro Flug). Sie stammt aus einem Sohn Josef x einer Tochter des Darko von Florian Grundmeier. Auch der RV beste Vogel 3318-18-431 mit 11/11 Preisen stammt aus einem Sohn des Josef. Erwähnen sollten wir noch das beste jährige Weibchen mit der Ringnummer 3318-19-710. Sie flog 11/11 Preise und 904 AP. Ihr Bruder, der 3318-19-801, flog in diesem Jahr 10/9 Preise und 849 AP. Er holte im RegV einen „Vierten“ gegen 8425 Tauben und in der RV überzeugte er mit 1., 2.,5.,5.,7.,8.,8. usw. durch enorme Spitze. Der 3318-19-781 muss an dieser Stelle noch genannt werden, denn er überzeugte mit 9/8 Preisen und 777 AP, was einen durchschnittlichen Wert von 97,12 AP ausmacht.
Wir geben so gut wie alle Zusatzprodukte über das Futter, so beispielsweise fast täglich Carni Speed und zwei bis drei Mal wöchentlich Hexenbier. Bei der Rückkehr verabreichen wir BT-Amin forte und am Folgetag ebenso. Am Donnerstag, dem Tag vor dem Einsetzen, verabreichen wir es nochmals. K+K Eiweiß und das weiße Pulver von Dr. Marien gibt es zu gleichen Teilen am Rückkehrtag und am Tag darauf. Mittwochs gibt es Blitz plus Energie-Öl plus getrocknete Bierhefe über das Futter, ggf. noch Kräutermix. Während der Mauser erhalten unsere Tauben fast täglich Hexenbier und Hessechol.
Vor Beginn der Reise machen wir für fünf Tage eine Kur mit einem Antibiotikum und wiederholen sie in verkürzter Form nach dem 4. oder 5. Flug. Danach ggf. nach Gefühl. Vor dem Saisonstart kuren wir mit Ronidazol und während der Saison mit Metro gegen Trichomonaden. Ganzjährig gibt es täglich frischen Grit, eine Mischung aus vielen Sorten, ebenso Futterkalk, wobei davon außerhalb der Reise nur wenig aufgenommen wird.
In den letzten Jahren bin ich donnerstags arbeitsbedingt in Flugrichtung unterwegs, so dass ich die Reisemannschaft ca. 30 km vom Schlag entfernt zu einem Trainingsflug auflassen kann. Zu Saisonbeginn haben wir von diesen Flügen öfter Verluste, ich vermute durch Raubvögel. Nach der Ankunft dürfen die Paare 1-2 Stunden zusammenbleiben. Freitags vor dem Einsetzen lassen wir die Partner zusammen laufen und setzen sie dann in ihren Zellen fest. Dadurch ist das Einsetzen leichter. Freiflug gibt es täglich morgens und abends, bei Bedarf wird die Mannschaft mit der Fahne motiviert. Wenn die Fahne eingeholt wird, wissen die Tauben, dass das Training beendet ist. Bei Hitze entfällt diese Maßnahme natürlich.
Einen hohen Stellenwert, denn die Jungtauben sind die Zukunft. Wir verdunkeln zwar nicht, belichten aber ab dem 21.06. bis zum Ende der Reise. Nach dem Absetzen haben wir die Jungtauben mit dem Zuchtfutter weiter gefüttert. Als wir merkten, dass es mit dem Fliegen am Haus nicht so klappte, haben wir das Futter mit Paddyreis leichter gemacht. Dann fingen sie an zu ziehen. Ab Beginn der Reise wurde dann das Futter der Alttiere eingesetzt. Die Reise verlief sehr gut, am Ende konnten wir 12 Tiere mit voller Preiszahl (5/5) vorweisen. Dabei ragte die 3318-20-996 besonders hervor. Das Tier wurde nicht nur bestes Jungtier der RV, sondern flog auf dem Endflug auch den „Ersten“ in der RV. Alle ihre Preise flog sie bis zum 10. Konkurs, wobei sie auf 485 AP kam. Auch die 3318-20-1036 sollte erwähnt werden, flog sie doch 5/5 Preise mit 470 AP. Das Selektieren fällt uns schwer, da wir am Ende immer zu viele Jungtiere haben. Aus bewährten Paaren überwintern alle, aus den Neueinführungen müssen die Jungen sich schon gezeigt haben. Wichtig ist, dass sie sich schnell erholen und gut trainieren.
In diesem Jahr haben wir erstmals mit dem gegen Rotviren geimpft. Allerdings nicht zweimal, sondern nur einmal. Dennoch blieben unsere Jungtiere erstmals seit Jahren von der Jungtaubenkrankheit verschont. Wir überlegen, zukünftig auch gegen Salmonellen zu impfen.
Man sollte sich verstärkt an Flügen in größerer Gemeinschaft und mit vielen Teilnehmern beteiligen, weil das echte Herausforderungen für unsere Tauben sind. Dabei kann es ja eigene RV- und Gruppenlisten geben.
„Mit dem Reisejahr 2018 bin ich sehr zufrieden, obwohl bei uns der 600er wegen des vom Verband ausgesprochenen Flugverbots ausfiel und damit Platzierungen auf nationaler Ebene nicht möglich waren“, lautet das Fazit von Georg Fröhlingsdorf. Diese Aussage kann man nur unterstreichen, denn eine durchschnittliche Reiseleistung von 79 Prozent auf den 13 Flügen der Altreise, 11 „Erste“ und 23 „Zweistellige“ sind schon eine Ansage. Bei den Jungtauben waren es dann „nur“ 76 Preisprozente. Dafür stellte man auf allen fünf Flügen den Sieger.
Georg Fröhlingsdorf, Jahrgang 1958, und seine Frau Veronika bilden seit Jahren ein echtes Erfolgsduo. Seit 1975 ist er Verbandsmitglied in der RV Bergisch-Gladbach, deren Vorsitzender er heute ist und in der er mittlerweile 20-mal den 1. Meister stellte. Seit 43 Jahren spielt er ohne Unterbrechung, zunächst vom Grundstück seiner Eltern und später dann von der heutigen Anlage aus. Es gelang ihm, seine Frau für sein Hobby zu begeistern, und heute stellt sie nach seiner Aussage mindestens 50 Prozent der Schlaggemeinschaft.
Beim Blick auf die aktuellen Fahnenträger in Herkenrath fällt auf, dass sie alle miteinander verwandt sind. Die 3318-17-86 flog 13×13 Preise und fuhr 1.166 AP ein. Eine starke Leistung für eine Jährige. Das ist allerdings weniger verwunderlich, schaut man sich ihre Abstammung an: Ihr Vater ist der B 15-2301206, ein Sohn des 2. As-Vogels 2015 „Kleine Mittelstrecke“ in Belgien von Rene Gekens. Ihre Mutter ist die „Josef-Tochter“ 405 und damit eine Schwester vom 1. As-Vogel BRD 2015, dem 3318-14-469.
Der 3318-16-880, ebenfalls ein Sohn des „Josef“, war auch bei 13 Flügen 13-mal erfolgreich und erzielte 1.087 AP. Bereits als Jähriger holte er mit 12 Preisen 931 AP und einen „Zweiten“ vom RegV-Flug Neumark gegen 5.927 Konkurrenten. Er ist ein Vollbruder zum 1. As-Vogel auf Bundesebene 2015, seine Mutter ist die 459.
Dritter im Bunde ist der 3318-17-131 mit 13×12 Preisen, darunter zwei 1. Konkurse. Seine Listenplatzierungen brachten ihm 1.070 AP ein. Sein Vater trägt die Ringnummer NL 16-1884845 und erblickte bei Jan v. d. Pasch das Licht der Welt. Seine Mutter ist die 3318-13-133, hat selbst in drei Jahren 29 Preise geflogen, darunter eine „Zweiten“ und vier „Vierte“, und führt sowohl das Blut der „de Belser-Tauben“ als auch das der „v.-d.-Pasch-Tiere“ in ihren Adern.
Insgesamt flogen in der abgelaufenen Saison drei Tiere 13×13, zwölf Tiere 13×12, fünf Tiere 13×11 und weitere fünf Tiere 5×10 Preise.

Bis 2015 setzte sich der Zuchtbestand aus 12 Paaren zusammen, mittlerweile wurde er nach dem Bau eines Gartenschlags auf 20 Paare aufgestockt. Vier weitere Paare übernehmen die Ammenfunktion. Primus inter Pares ist der 6833-08-197, von unseren Züchtern „Josef“ benannt. Dieser Vogel flog selbst sechs „Erste“, vier „Zweite“ und 19 Preise bis zum 9. Konkurs. „Josef“ und seine Eltern wurden von einem Sportfreund erworben, als dieser mit dem Taubensport aufhörte. Kinder, die aus ihm gezogen wurden, flogen mehr als 20-mal einen 1. Konkurs. Auch ein Vogel von de Belser, von dem man 2.001 Eier holte, hat ebenso seine Spuren im Bestand hinterlassen wie ein Enkel des „Lowieke“, der über Friedhelm Cox den Weg ins Bergische Land gefunden hat.
Gezogenen wird in Kreuzung – meistens für die Reise – und in Linie, wobei diese Jungtiere meistens in der Zucht eingesetzt werden. Die Kreuzungszucht wird zunehmend schwieriger, weil immer mehr Tiere untereinander verwandt sind. Umso wichtiger ist die Blutauffrischung. Aber auch hier scheinen unsere Sportfreunde ein glückliches Händchen zu haben, denn ein Vogel, der 2016 in den Niederlanden bei van der Pasch erworben wurde, hat bereits mit dem o. a. 131 einen starken Jährigen gebracht.
Gespielt wird seit Jahren nach der totalen Witwerschaft, wobei bei einigen Paaren der schwächere Partner nach 5-6 Flügen aus der Mannschaft genommen wird. Dennoch gibt es Paare, bei denen sowohl der Vogel als auch das Weibchen nahezu gleich stark sind und zweistellig fliegen. So flog beispielsweise das Weibchen 3318-17-77, das an den o. a. „880“ gesetzt war, in diesem Jahr 13×12 Preise.
Im Jahr 2018 wurden 48 Tauben beiderlei Geschlechts ins Rennen geschickt. Vor Saisonbeginn wurden vom Raubvogel acht Tiere geschlagen, fünf davon mit zusammen 60 Preisen im Jahr 2017 und zwei mit über 1.000 As-Punkten. Daher muss der Bestand von Anfang September bis Anfang März festgesetzt werden.
Die gute Taube ist das wichtigste Element im Taubensport. Die richtige Versorgung ist aber ein nahezu ebenso wichtiger Baustein zum Erfolg. In der Regel werden Ergänzungsprodukte bei unseren Sportfreunden über das Futter verabreicht. So gibt es Carni-Speed fünfmal wöchentlich in der Dosierung 1 Messbecher für 40 Tauben, wobei Veronika genau abmisst, Georg hingegen mehr nach Gefühl agiert. Auch Blitzform kommt über das Futter, meistens mittwochs, ab und an auch an einem zweiten Tag. Bt-Amin forte kommt bei Heimkehr und donnerstags über das Futter. Bei der Dosierung richtet man sich nach der Herstellerangabe, wobei Georg freimütig gesteht, dass es bei ihm auch etwas mehr sein darf. Am Heimkehrtag und am Tag darauf kommt Hessechol zum Einsatz, dazu das rote Pulver von Dr. Marien und K+K Protein 3000. Am Flugtag nach dem Trennen wird das Trinkwasser mit Avidress Plus angesäuert. Mittwochs kommt getrocknete Bierhefe übers Futter. Einen Tag vor dem Einsetzen wird das Futter mit Energie-Öl angereichert, einem natürlichen Energetikum aus einer Mischung sich ergänzender kaltgepresster hochwertiger Öle. Dieses Produkt ist hervorragend für den Muskelaufbau geeignet. Bei unseren Sportfreunden wird das Futter dann mit Kräuter-Mix abgetrocknet. Kräuer-Mix ist eine Ganzjahresmischung aus 17 unterschiedlichen Kräutern und ein absolutes Naturprodukt. Vor Beginn der Reise wird eine 5-tägige Kur mit Ronidazol und Amoxi-Clav (obere Luftwege) durchgeführt.
Beim Futter wird auf die Produktpalette von Vanrobeys zurückgegriffen. Die Mischung 735 wird den Reisetieren vom Ankunftstag bis zum Einsatztag verabreicht, wobei es bei Bedarf mit Superdiät, Mais und Hanf angereichert wird. Bei den Zuchttauben kommt die Nr. 182 zum Einsatz.
Auch in Herkenrath schlägt die Jungtierkrankheit regelmäßig zu, in diesem Jahr bereits Ende Mai. Einige Tiere überstanden sie nicht. Ein Mittel dagegen kennen unsere Sportfreunde nicht; vor einigen Jahren glaubten sie, es in Baytril gefunden zu haben, aber dann half auch dieses Antibiotikum nicht mehr. Gleichwohl scheint der Nachwuchs alles überstanden zu haben, denn er holte sich die 1. RV-Jungtier-Meisterschaft.
Auch wenn Skeptiker vielleicht einwenden, dass die RV relativ klein ist und mit 15 reisenden Schlägen nicht übermäßig viele Mitglieder hat, muss man erkennen, dass einige bekannte Namen zu den Mitstreitern in den übergeordneten Konkurrenzen zählen und die Fröhlingsdorfs dennoch auch dort brillieren. Kazim Celik, Johann Cichon, D.+F.+N. Schlechtriem oder Florian Grundmeier sind nur einige von ihnen. Veronika und Georg Fröhlingsdorf, die Tauben-Flüsterer aus dem Bergischen Land sollten auch in Zukunft ganz vorne mitmischen können.
Die beiden netten und liebevollen Züchter aus dem Stadtgebiet Bergisch Gladbach konnten auch im Jahr 2017 wieder erfolgreich an der Reise teilnehmen. Im Regionalverband 407, der sich in 2 Gruppen aufteilt (Nord und Süd), reist die Schlaggemeinschaft Veronika und Georg Fröhlingsdorf nun schon seit vielen, vielen Jahren sehr erfolgreich. Dabei wurden nicht nur 8 erste Preise im Reisejahr 2017 auf der Alttierreise errungen, nein, auch zahlreiche weitere Meisterschaften konnten gefeiert werden.
Ohne ein gutes Konzept ist dies allerdings nicht möglich. Daher möchten wir Ihnen in diesem Jahr einfach mal einen Überblick über den Jahresverlauf des Züchter-Duos geben.
Nach der Saison ist vor der Saison, so könnte man es eigentlich nennen. Denn auf eine perfekte Mauser wird großer Wert gelegt. Um den Tauben eine fehlerfreie Mauser zu ermöglichen, wird einmal in der Woche Hessechol verabreicht. Dieses Produkt verfügt über ausreichend schwefelhaltige Aminosäuren, Methionin, Sorbitol und Cholin. In Kombination mit Blitzform erstrahlen die Tauben am Ende der Mauser in einem wunderschönen neuen Federkleid.
Blitzform verabreicht Georg Fröhlingsdorf allerdings über das Futter. Die Menge je Kilogramm Futter kann man gar nicht bestimmen. Einfach nach Gefühl wird hier das Blitzform über das Futter verteilt.
Im Winter bekommen die Tauben keine weiteren Zusätze, gutes Futter und viel Ruhe sollen die Erfolge für das kommende Jahr sichern.
In Herkenrath bevorzugt man weiterhin das Spielen der totalen Witwerschaft, alle Paare gehen beim ersten Flug in den Korb, wobei der schwächere Partner im Laufe der Saison aus dem Rennen genommen wird. Dieser bildet dann das Empfangskomitee der besseren Hälfte. Vor Beginn der Reise ziehen alle Reisetauben eine Runde Jungtauben für den eigenen Bedarf auf. Insgesamt werden ca. 80 Jungtauben abgesetzt. Nach einer Behandlung gegen Triochomonaden und der Luftwege kann die Saison bei den Fröhlingsdorfs beginnen.
Vor der Reise werden die Tauben gut antrainiert und ca. 10 Mal privat weggefahren. Dabei sollen das schnelle Heimkehren einstudiert und die Witwerschaft mit den jährigen Tauben geübt werden. Während der Reise werden die alten Tauben einmal in der Woche weggefahren. Die Liebe zum Partner soll gefördert werden und steht hier im Vordergrund. Die tägliche Arbeit mit den Tauben teilt man sich liebevoll. Morgens ist Veronika für das Training und die Versorgung verantwortlich. Wenn der Gatte mittags nach Hause kommt, übernimmt er die restlichen Arbeiten am Schlag.
Hygiene ist sehr wichtig im Taubensport, daher wird auch im Hause Fröhlingsdorf täglich zweimal gereinigt.
Bei der Versorgung der Tauben wird auf absolute Qualität gesetzt. Gefüttert wird eine eigene Futtermischung, diese dient eigentlich als Allround-Futter. Die Versorgung mit Ergänzungsfuttermitteln gehört ebenfalls zum erfolgreichen Reisen mit Brieftauben. Hier vertraut man auf bewährte Produkte aus dem Hause Röhnfried. Dabei ist man durchaus auch für neue Produkte offen. Im Reisejahr 2017 wurde erstmals Kräuter-Mix eingesetzt, gerade zum Abtrocknen des Futters ist dieses absolute Naturprodukt hervorragend geeignet. Kräuter-Mix besteht als Ganzjahres-Mix aus 17 verschiedenen Kräutern. Die vielfältigen natürlichen Inhaltsstoffe gleichen fütterungsbedingte Defizite aus. Diese können auftreten, weil den Tauben die Möglichkeit fehlt, auf dem Feld selbstständig und instinktiv Kräuter, Humus und Erde aufzunehmen. Kräuter-Mix wirkt unterstützend auf den Verdauungstrakt und die Atemwege. So sorgt es für einen festen Kot, eine gute Daunenmauser, ein strahlendes Gefieder und gepflegte Atemwege. Dazu baute man 2017 auch das Energie-Öl in das Versorgungssystem ein. In Herkenrath sollte es bei der Ankunft der Tauben einen schnellen Wiederaufbau bewirken, zusätzlich gab man es am Tag vor dem Einsetzen. Die Kräftetanks der Tauben sollen möglichst gut gefüllt sein. Energie-Öl ist ein natürliches Energetikum aus einer Mischung sich ergänzender kaltgepresster hochwertiger Öle. Das enthaltene Fischöl liefert ungesättigte Fettsäuren und Lecithin sorgt für einen reibungslosen Fettstoffwechsel. Durch das enthaltene Reiskeimöl wird der Muskelaufbau gefördert.
Die weitere Versorgung blieb unverändert. 5 Mal in der Woche bekommen die Tauben Carni-Speed. Für Spitzenpreise ist eine ausreichende Grundkondition sehr förderlich, daher auch der Einsatz von Carni-Speed. Wie in der Vergangenheit auch bekommen die Tauben am Anfang der Woche ein Eiweißprodukt sowie einmal in der Woche Bierhefe. Bei den Erfolgszüchtern wird Bierhefe bereits seit vielen Jahren eingesetzt und ist aus dem gesamten System nicht wegzudenken. Gerade die Pavifac Bierhefe ist ein wertvolles Naturprodukt. Die Bierhefe enthält Aminosäuren, Mineralien und Spurenelemente sowie Vitamine des B-Komplexes in hoher Konzentration.
Nicht nur während der Mauser, sondern auch in der Reise gibt es mindestens einmal die Woche Blitzform über das Futter.
Mit einer solchen Versorgung legt man in Herkenrath den Grundstein für eine tolle Saison. Aber was wäre die ganze Versorgung ohne die richtigen Tauben. Es ist besonders wichtig, dass hier auch perfektes Ausgangsmaterial zum Reisen verwendet wird. Darauf legt man hier besonderen Wert. Gute Reisetauben zeigen sich laut Georg Fröhlingsdorf bei den Flügen ab 400 km und dann am besten im vorderen Bereich der Preiseliste. Diese Eigenschaften zeichnen Spitzentauben aus, so die Meinung des Züchters.
Dass man im Bergischen Land gut züchten kann, das bewahrheitete sich auch im Reisejahr 2017 wieder. Allein 4 Tauben errangen von 14 Flügen 13 Preise und 6 Tauben schafften 12 Preise. Dies ist eine herausragende Leistung!
Die Nachzucht im Zuchtschlag der beiden Spitzenzüchter ist einsame Spitze.
So züchtete man u. a. wieder vier tolle Tauben:
Mit solchen Reisetauben braucht keinem Züchter bange zu werden. Jedoch sollte die Konkurrenz auf der Hut sein.
Jetzt war es soweit, dass der Weg mich wieder Richtung Bergisch-Gladbach, um genauer zu sein nach Herkenrath, geführt hat. Was war passiert? Wie geht es dem erfolgreichen Züchtergespann heute? Viele Fragen wollte ich von unseren Verbandsmeistern des vergangenen Jahres, Veronika und Georg Fröhlingsdorf, beantwortet haben. Also machte ich mich an einem sommerlichen Septembertag auf den Weg, um den beiden einen Besuch abzustatten. Herzlich und freundlich wurde ich von dem sympathischen Paar mit Kaffee und Kuchen empfangen. Im vergangenen Jahr wurde viel über Versorgung, Haltung usw. berichtet. Als 1. Deutscher Meister ändert man an seinem erfolgreichen System wahrscheinlich nicht viel. Oder doch…?
„Es war eine aufregende Zeit, wir erhielten viele unzählige Anrufe bis spät am Abend. Wir empfingen Schlagbesuche von Züchtern aus ganz Europa, sogar ein Bus mit Züchtern aus England. Wahnsinn…“
„Es ist ein unglaubliches Gefühl, wir haben uns geehrt gefühlt im wahrsten Sinne des Wortes, ein tolles Erlebnis mit Gänsehaut. Sehr toll.“
„Der As-Vogel auf Bundesebene wurde abgegeben und die anderen Tauben wurden wieder auf die Reise geschickt.“
„Etwas schleppend. Am Jahresbeginn konnten die Tauben durch das Wetter nicht regelmäßig trainieren. Der Greifvogel hatte bereits in dieser Zeit massiv zugeschlagen, unter anderem wurden zwei Tauben mit 13/13 Preisen im Vorjahr geschlagen. Die Vorbereitung auf die anstehende Saison erfolgte wie in den Vorjahren auch. Begonnen wurde mit der Paarung am 15. Februar 2016 und der anschließenden Aufzucht der Jungtauben.“
„Bei den Alttauben wurden zwei Kotproben untersucht, eine in der Verbandsklinik und eine weitere bei Dr. Marien. Alle Proben und Abstriche waren in Ordnung.“
„Nein, eine Behandlung gegen Kokzidien etc. ist seit 10-15 Jahren nicht notwendig gewesen. Der gesamte Bestand ist in einem sehr guten Zustand.“
„Im Winter bekommen die Tauben nichts außer gutem Futter. Während der Mauser werden Aminosäuren, Hessechol und Blitzform je einmal in der Woche verabreicht. Ganzjährig bekommen die Tauben Zucht- & Mauser-Mineral und ähnliche Gritmischungen verabreicht.“ Hessechol verfügt über die schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin, Sorbitol und Cholin. Es sorgt für eine fehlerfreie Mauser der Tauben und ist in dieser Zeit vollkommen ausreichend.
„Nein, die Tauben werden vorher getrennt. Ein Junges zieht mit den Weibchen um und das andere bleibt beim Vogel liegen, bis es abgesetzt werden kann. Eine weitere Paarung mit Eiablage findet dann nicht statt.“
„Es wurden ca. 80 Jungtauben gezüchtet. Beim ersten Flug wurde mit 63 Jungtauben gestartet und bei den Alttauben haben wir mit 58 Tauben begonnen. Wir fliegen nach dem System der totalen Witwerschaft.“
„Ja, das Reisejahr war insgesamt sehr schwierig. Das Wetter war während der Alttaubenflüge einfach nicht stabil. Beim 7. Flug ab Straubing hatten wir eine Stunde Konkurs; das war nicht weiter schlimm, allerdings kamen danach keine Tauben mehr…. Sehr gute Tauben fehlten bis zum anderen Tag, u.a. der 20. As-Vogel auf Bundesebene aus dem vergangenen Jahr. Diese As-Tauben haben wir nach ihrer Ankunft sofort in den Zuchtschlag versetzt. Das Risiko, diese tollen Tiere zu verlieren, war uns zu groß. Aber nicht genug, bei den Jungtauben haben wir die Jungtierkrankheit gleich zweimal gehabt. Nach der ersten Vortour ging es los. Nachdem die Tauben wieder fit waren und wir einen sehr guten ersten Preisflug hatten, ging es wieder los. Wir haben auch auf dem letzten Jungtierflug nicht setzen können. Das war das erste Mal seit 30 Jahren, dass ein Flug nicht mitgemacht wurde. Wahrscheinlich haben wir einfach in der Gesundheitsvorsorge nicht gut aufgepasst und nach der Ankunft beim ersten guten Flug nichts zur Gesunderhaltung unternommen.“
„Um ehrlich zu sein, nichts. Richtige Kuren sollten nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt durchgeführt werden. Die Tauben müssen dann über mehrere Tage behandelt werden. In der Reisezeit ist dies nicht möglich. Es ist schon schwer, die Jungtierkrankheit während der Reise zu behandeln. Auch hier muss meistens eine Woche pausiert werden.“
„Eigentlich nicht. Die Tauben werden lediglich 10-15 Mal antrainiert, um gut eingeflogen in die Saison zu gehen. Die Alttauben werden dann während der Woche noch 1x privat gefahren, um die Motivation zu steigern bzw. die Liebe zum Partner zu fördern.“, antwortete Georg Fröhlingsdorf.
„Unsere Tauben bekommen 5x in der Woche Carni-Speed zur Konditionssteigerung, weiterhin geben wir Blitzform über das Futter. Die Tauben erhalten dadurch eine tolle Grundkondition und trainieren deutlich länger. Nach der Ankunft bekommen die Tauben Hessechol zur Förderung der Verdauung. Am Anfang der Woche geben wir ein Eiweißpräparat und löschen in der Woche das Futter mindestens 1x mit Bierhefe ab. Die Bierhefe enthält wertvolle Mineralien und Spurenelemente, sowie Vitamine des B-Komplexes. Gritmischungen stehen den Tauben während der ganzen Woche zur Verfügung. Die Jungen werden genauso versorgt wie die alten Tauben. Zusätzlich bekommen sie noch Jungtierpulver, um ihre Topform zu erreichen und die Widerstandskraft zu erhöhen.“
Georg Fröhlingsdorf antwortet: „Eine gute Reisetaube kommt früh nach Hause, am besten bei Flügen ab 400 km aufwärts. Die guten Zuchttauben zeichnen sich oft durch eine sehr starke Familie aus. Viele gute Tauben fallen dort aus einem Loch und das über Jahre. Diese Zuchtqualität gilt es früh zu erkennen und zu fördern.“
„Der Taubenbestand setzt sich überwiegend aus der Nachzucht des „Josef“ und „Belgisch Ei“ zusammen. Dieses Jahr war der 03318-12-789 ganz stark. Er wird bester Vogel im Regionalverband 407 und fliegt bereits 3x 12 Preise und 1x 11 Preise. Er ist ein Enkel des „Josef“, seine Mutter fliegt als Jährige auch 14/14 Preise! Sein Vater ist ein Vollbruder zum 1. As-Vogel auf Bundesebene im vergangenen Jahr. Sein Halbbruder ist der 03318-13-192, er hat väterlicherseits die gleiche Abstammung und ist mütterlicherseits ein Enkel vom „Darco“ (Dr. Marien). Die Mutter wurde von Florian Grundmeier gezüchtet. Dieser tolle Vogel wird Bester in der RV und fliegt 13/13 Preise. Das RV-beste Weibchen 2016 ist die 03318-13-183, sie ist eine Enkelin vom „Belgisch Ei“ und fliegt auch 13/13. Das sind drei Leistungsträger des Jahres 2016.“
“Wir werden nichts ändern, es bleibt alles wie bisher. Wenn ich keine Angst vor einem Leistungseinbruch hätte, würden wir Volieren vor den Schlägen installieren. Da aber meine Bedenken zu groß sind, wird es nicht gemacht.” , so Georg Fröhlingsdorf.
10 x 1. Konkurs
Verband:
Bester Flug:
Unser Team vereint einige der erfolgreichsten Taubenzüchter aus Deutschland, Polen, Belgien und den Niederlanden. Mit ihrer Leidenschaft und Expertise setzen sie auf die bewährten Produkte von Röhnfried, um ihre Tauben optimal auf die Wettflüge vorzubereiten. Das Team steht für herausragende Erfolge im Taubensport und teilt regelmäßig wertvolle Tipps und Erfahrungen. Durch den engen Austausch mit den Züchtern entwickeln wir von Röhnfried kontinuierlich innovative Produkte, die die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Tauben fördern. Gemeinsam setzen wir Maßstäbe im modernen Taubensport.
Mit unseren Produkten unterstützen wir Ihre Tiere dabei, in Zucht, Ausstellung und Sport ihre besten Leistungen zu zeigen. Viele unserer Produkte basieren auf natürlichen Rohstoffen, um die Gesundheit und Vitalität Ihrer Tiere bestmöglich zu fördern. In Schleswig-Holstein produzieren wir in unserem eigenem Werk den Großteil unserer Produkte. Mehr Erfolg bei Zucht und Sport
Natürliche Produkte
Eigene Produktion in Deutschland