Ihr Spezialist für Brieftauben, Rassetauben, Geflügel und Kaninchen
Wie verlief das Jahr aus deiner Sicht?
Die Saison 2025 war im Vergleich zum Vorjahr deutlich anspruchsvoller. Während wir 2024 viele schnelle Flüge mit Spitzenwerten von 1300-1400 m/Min erlebt haben, lagen die Geschwindigkeiten in diesem Jahr häufig nur bei 1100-1200 m/Min – teils sogar darunter. Die Flüge verliefen insgesamt ordentlich, haben den Tauben aber sichtbar mehr Substanz abverlangt.
Die Jungtaubensaison war allgemein schwierig. Die Vorflüge starteten spät und mussten in einem engen Zeitraum stattfinden – das hat sich auch auf die Preisflüge ausgewirkt.
Wir selbst können uns dennoch nicht beklagen: Unsere Tauben haben auch 2025 eine starke Performance gezeigt und mit vielen Spitzenpreisen in sämtlichen Konkurrenzen überzeugt.
Welche Veränderungen hast du zu 2024 vorgenommen?
Da 2024 für uns eine echte Bilderbuchsaison war, haben wir keine großen Veränderungen vorgenommen – warum etwas ändern, das perfekt funktioniert? Sowohl 2024 als auch 2025 durften wir als Testschlag das Produkt SpiruPlus einsetzen – und wurden nicht enttäuscht.
Das Produkt liefert hochwertige Proteine und Mineralstoffe aus Spirulina. Es wird von den Tauben hervorragend aufgenommen und war gerade in dieser anspruchsvollen Saison ein idealer Proteinlieferant. So mussten die Tauben weniger auf ihre Reserven zurückgreifen – ein klarer Vorteil bei den schweren Flügen.
Welche Veränderungen stehen für 2026 an?
Für 2026 planen wir wieder mit einem Schlag Männchen an den Start zu gehen, die dann nach der totalen Witwerschaft gespielt werden sollen.
Was würdest du im Verband Deutscher Brieftaubenzüchter verändern?
Ich wünsche mir klare, verbindliche Vorgaben, wer mit wem zusammen zu reisen hat – anstatt die Verantwortung auf RegV-Ebene abzuwälzen, wo oft jeder sein eigenes Süppchen kocht.
In Zeiten moderner Kommunikation und Logistik sollte es kein Problem sein, sich bei Transport und Flugdurchführung zusammenzuschließen – gerne auch regionalübergreifend.
Nur so lässt sich langfristig, sinnvoll und zukunftsorientiert wirtschaften.
Erfolge 2025:
10 x 1. Konkurs Alttauben 11 x 1. Konkurs Jährige 5 x 1. Konkurs Jungtauben 1. Platz In allen Meisterschaften auf RV-Ebene 1. RegV-Jährigenmeister intern
Die Saison 2024 war mal wieder eine großartige für die SG Roland & Denis Faber! Spitzenplätze im Verband mit dem 2. As-Weibchen auf Bundesebene, dem 3. Platz der Aktion-Mensch Jahreswertung und einem 16. Platz der Deutschen Meisterschaft krönten eine durchweg stabile Saison voller Highlights.
Lassen wir zunächst den jungen Hamburger selbst zu Worte kommen und sein Saisonfazit ziehen:
„Besonders stolz macht uns das 2. AS-Weibchen des Verbandes, unsere 0901-22-2561 genannt „Hilde“. Es ist immer etwas ganz Besonderes so eine gute Taube im eigenen Schlag zu haben.
Der Star der Saison 2024, „Hilde“: Was macht sie so besonders?
„Die 2561 „Hilde“ ist ein ruhiges Weibchen, welche nach dem täglichen Freiflug gerne noch ein paar tänzelnde Schritte auf dem Ausflug hinlegt und sich dann von uns hineinbitten lässt. Sie wurde von unserem Freund Sören Pahl gezüchtet. Schaut man auf ihren Stammbaum, stellt man fest, dass ihre Leistungen nicht von ungefähr kommen.“ Väterlicherseits stammt die „Hilde“ aus einer Inzuchtpaarung, auf den legendären „Nationen AS“ 0901-09-655. Im Blut ihres Vaters, dem 0901-15-1255 findet sich, wenig überraschend, auch das Erbe des Tyson wieder. Die Mutter der „Hilde“ geht ebenfalls auf eine Inzuchtpaarung zurück. In dem Fall ist es eine Originale von Günther Prange, die die Ringnummer 2098-20-153 trägt. Ihr Blut führt eng gezogen das Blut des „Ringlosen Nr. 12“.
„Wie man sieht, kommen diese Leistungen nicht von ungefähr, uns und hier insbesondere Sören Pahl (Züchter der „Hilde“) ist es bei der Zucht wichtig, so nah wie möglich an die Leistungstauben zu gelangen“, fügt Denis den Aussagen über die Abstammung der „Hilde“ hinzu. Zucht ist eben kein Zufall!
Etwas zur Versorgung - „Never change a running System“
Denis, der seit Jahrzehnten dem Versorgungskonzept der Firma Röhnfried vertraut und stets darüber nachdenkt, was er wann an Zusätzen übers Futter oder die Tränke gibt, hat sein besonderes Rezept für die Zeit unmittelbar vor einem Preisflug und die erste Zeit danach gefunden: „Nach wie vor ist die Kombination aus den Produkten Rotosal, Mumm und Carni-Speed unerlässlich!”
Erfolge 2024:
Bester Flug 2024
„Alle Vorflüge und die ersten sechs Preisflüge verliefen reibungslos. Die langanhaltende Phase mit östlichen Winden führte zu leichten Flugverläufen mit hohen Fluggeschwindigkeiten, geringen Konkurszeiten und kaum Verlusten. Die Satzzahlen nahmen jedoch nach dem schweren 7. Preisflug stark ab. Dies ist unserer Meinung nach auf den zu einfachen Saisonstart und die vorherrschenden Wetterbedingungen während des besagten Fluges zurückzuführen. Leider wurde zu Saisonbeginn seitens unserer Entscheidungsträger nicht flexibel genug reagiert, sodass Wertungsflüge frühzeitig hätten durchgeführt werden können. Dadurch hätten sich auch Züchter unserer beiden Regionalgruppen innerhalb des Regionalverbandes gut platzieren können. Hinzu kamen mehrfache Beschränkungen seitens des FSK, die hier im hohen Norden oft für Kopfschütteln sorgten. Vorsicht sollte jedoch immer vor Nachsicht gelten. Unsere Mannschaft hat jedoch fast das Maximum erreicht, sodass wir bei den Alttauben intern im RegV den 1. Platz und bei den Jährigen den 2. Platz erringen konnten. Die jungen „Wilden“ aus 2023 konnten die Verbandsbedingungen erfüllen und sich mit dem 2. Platz im RegV belohnen.“
„Die 0901-22-2300, die zum besten jährigen Weibchen der RV wurde, stammt aus unserer Zuchtperle 0901-16-349 „Hope“, die zwischen 2016 und 2018 selbst 1., 1. und 2. AS-Taube der RV wurde und während ihrer kurzen Reisekarriere die folgenden Spitzenpreise erzielte: 1., 2., 2., 3., 7., 12., 12., 13., 14., 14., 16., 17., 18., 20., 22., 29., usw.
Gepaart wurde sie an 01100-15-621, ein Original von Hans Lekscha, der selbst Bester Jähriger der DBA mit 14 Preisen wurde. Unsere beste Jungtaube, die gleichzeitig auch RV Beste Jungtaube und 1. AS-Jungtaube wurde, konnte sich in ihrem Geburtsjahr mit den Konkursen 1., 7., 15., 16., 40., 64. platzieren, zusätzlich zu einem 50. Platz bei einem freien Wettflug. Auch ihre Leistung kommt nicht von ungefähr, wenn man einen Blick auf ihren Stammbaum wirft. Ihr Vater, 0901-20-822, stammt aus unserem Stammvogel, dem Nationen-AS 655. Mütterlicherseits sehen wir die 0901-19-819, ebenfalls ein herausragendes Reiseweibchen, das selbst Beste Jährige der RV wurde, und auch ihr Vater, der Österreicher 5392, wurde RV-Bester. Ein weiterer Beweis, dass die 3139 mit ihrer Leistung kein Zufallsprodukt ist.“
„Wie du weißt, vertrauen wir vollkommen auf die reichhaltige Produktpalette von Röhnfried, sodass unsere Tauben während der Reisesaison 2023 durchgängig mit unseren Favoriten Rotosal, Carni-Speed und Blitzform versorgt wurden. Auf Empfehlung von Frederik Wolf haben wir in der Aufzucht vermehrt Bt-Amin Forte eingesetzt und sind mit dem Wachstum der Jungen mehr als zufrieden. Die erzielten Leistungen und Ergebnisse der Jungen bestätigen diesen Eindruck zusätzlich.“
„Für das kommende Jahr planen wir, die im Jahr 2023 gefassten Vorsätze erneut in Angriff zu nehmen. Hinzu kommt, dass wir flexibler auf die Wetter- und Windverhältnisse in Bezug auf die Versorgung und Vorbereitung reagieren möchten. In diesem Jahr haben wir festgestellt, dass es nicht unbedingt notwendig ist, von Beginn an Vollgas zu geben, da die Tauben bei zu geringer Flugbelastung weniger benötigen. Diese Einschätzung steht jedoch in Verbindung mit den diesjährigen extremen Windverhältnissen.“
„Der vierte Preisflug der Alttauben ab Tantow (283 km) mit einer Preisausbeute von 78/72 Preisen und den Konkursen 3., 4., 4., 6., 7., 16., 17., 18., usw. gegen 3.195 Tauben innerhalb der FG darf nicht unerwähnt bleiben. Noch mehr Freude haben uns die Jungtauben bereitet, die gleich auf dem ersten Preisflug ab Spornitz (108 km) als Team mit 141/114 Preisen und den Plätzen 1., 2., 3., 4., 5., 6., 7., 7., 9., usw. gegen 2.241 Tauben in der Regionalgruppe überzeugen konnten.“
„Schnappt euch einen erfolgreichen Züchter, bei dem ihr das Gefühl habt, dass eine gegenseitige Sympathie besteht, der ein offenes Ohr für euch hat, besucht ihn und löchert ihn mit Fragen. Von wem sollte man denn sonst besser lernen und neue Sichtweisen vermittelt bekommen als von einem Kenner, der es Jahr für Jahr aufs Neue beweist?“
„Ähnlich wie im letzten Jahr haben wir große Hoffnungen in den Jahrgang 2023, da er sich während der Jungreise hervorragend präsentiert hat.“

„Es war, wie auch in anderen Teilen der Bundesrepublik, sehr anspruchsvoll. Teilweise sind auch Flüge dabei gewesen, die es den Tauben schwer gemacht haben, den Weg nach Hause zu finden. Schmerzhaft sind Verluste besonders guter Tauben, die vereinzelt auf vermeintlich leichten Preisflügen nicht nach Hause zurückgekehrt sind. In solchen Konstellationen liegt die Ursache oft in Greifvogelangriffen begründet.
Nichtsdestotrotz sind wir mit den Leistungen unserer Kämpferinnen sehr zufrieden. Neben vielen Spitzenpreisen in unserer Regionalgruppe konnten wir uns auch in verschiedenen Wertungen auf dem Treppchen platzieren. Als Beispiel ist die 1. Verbands-Jährigenmeisterschaft und die 2. Verbands-Jungtiermeisterschaft im RegV 100 zu nennen. Bei der Deutschen Verbandsmeisterschaft hat uns leider das Glück verlassen, sodass wir auf einem Wertungsflug nur einen Zähler erzielt haben.”
„Hier ist unsere 0901-19-874, „Miss Limitless“, zu nennen, welche schon im letzten Jahr mit dreimal erstem Konkurs für Furore gesorgt hat. Dieses Jahr konnte sie sich mit ihrer konstant guten Leistung den Titel des RV-Besten Weibchens 2022 sichern. Bisher konnte sie folgende Spitzenpreise erringen: 1., 1., 1., 3., 3., 3., 7., 8., 10., 10., 12., 12., 13., 19., usw.
Sie ist väterlicherseits eine Enkelin des Zeus I (2. As-Vogel des Verbandes 2016) von unserem Freund Stavros Pavlantis, mütterlicherseits fließt in ihr u.a. das Blut des Stammweibchens 557. Durch diese Leistungen darf die 874 nun ihren Ruhestand auf dem Zuchtschlag genießen.
Als zweite Leistungsträgerin kommen wir nicht um die 0901-20-993 herum. Sie erblickte bei unserem Freund und Partnerschlag Sören Pahl das Licht der Welt und stammt aus zwei Originalen des belgischen Spitzenschlages Kurt & Raf Platteeuw. Mit ihren Spitzenpreisen und dem Sieg auf dem Endflug, konnte sie sich den Titel 1. As-Weibchen der RV sichern. Am Ende des Tages stehen ihr elf Preise und 977 As-Punkte zugute.”
„Auch in diesem Jahr war die Kombination von Rotosal, Carni-Speed und Mumm sowohl am Tag vor dem Einsetzen als auch am Rückkehrtag ein Nonplusultra für uns. Besonders in einer anspruchsvollen Saison wie dieser haben unsere Tauben durch den kontinuierlichen Einsatz dieser Kombination von Beginn an profitieren können. Während andere Sportsfreunde des Öfteren ihr Leid geklagt haben, dass ihre Tauben nach einem schweren Flug nur langsam wieder ins Fliegen kommen, haben unsere schon oft am Montag ausgiebig und mit Elan wieder ihre Runden gezogen.”
„Wir haben uns vorgenommen unsere Reiseweibchen frühzeitig nach der Hauptmauser wieder am Haus rauszulassen, ohne Zwang und in regelmäßigen Abständen. Dadurch erhoffen wir uns, dass unsere Tauben eine gute Kondition in der Vorbereitungsphase zur Saison 2023 aufbauen und wir weniger Verluste durch Ausfälle aufgrund von Schieffliegern und anderen Verletzungen erleiden, die mit einer zu hohen Belastung in einem kurzen Zeitraum einhergehen. Und natürlich eine höhere Aufmerksamkeit der Tauben während der Wettflüge, da sie Gefahren (Greifvögel) frühzeitig durch ihre im Vorfeld gesammelten Erfahrungen erkennen können.”
„Eigentlich die komplette Jungtiersaison! Wir sind guter Dinge, dass wir wieder einen sehr guten Jahrgang auf dem Schlag sitzen haben, da unsere Jungen super durch die Jungtierkrankheit, den Sommer und die Preisflüge gekommen sind. Dies spiegelt sich in Flügen mit einer hohen Preisausbeute im großen Konkurrenzfeld, sowie Spitzenpreisen und Kettenergebnissen wider.
Besonders bleiben uns die Endflüge in Erinnerung: Auf dem vorletzten Flug der Alttiersaison ab Stargard (343 km) konnten sich unsere 1011 und 955 an die Spitze in der Regionalgruppe setzen, wobei sie bei 1247 m/min und richtigem Taubenwetter noch 46-63 km mehr fliegen mussten, als die Plätze drei bis sechs. Beide wurden von Sören Pahl gezüchtet. Im Gegenzug hat Sören mit zwei originalen Männchen von uns auf demselben Flug Platz eins und zwei in seiner RV geflogen, welche gleichzeitig Platz vier und fünf in der Gesamtkonkurrenz bedeuten.
Außerdem ist noch der zweite 500er und gleichzeitige Endflug ab Bydgoszcz zu erwähnen, auf welchem die 993 den 1. Konkurs mit acht Minuten Vorsprung in der Regionalgruppe gewinnen konnte und das bei nur 1084 m/Min, was für die hohen Anforderungen auf dem Flug spricht. Auch die 993 stammt aus der As-Taubenschmiede Sophienthal.”
„Such’ dir einen Mentor, der sich nicht zu fein ist, dir mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Investiere in gute Tauben, am besten in eine Familie, welche Jahr für Jahr ihre Leistung auf hohem Niveau unter Beweis stellt, und versorge deine Tauben 365 Tage im Jahr nach Plan.
Röhnfried steht dir hier in jeder Phase des Jahres mit einem ausgewogenen Versorgungskonzept und echten Fachleuten zur Seite.”
„Eine gute Platzierung mit den Jährigen, da wir nach der Saison 2022 wieder viele Leistungsträgerinnen in die Zucht integrieren werden, sodass unsere ganze Hoffnung im Jahrgang 2022 liegt.”
„Ich denke es lief ähnlich wie überall: die Corona-Pandemie hat vieles verändert. Sie hat gerade im Frühjahr für große Unsicherheit gesorgt. Jedoch konnten wir dank des Einsatzes von mehreren Sportsfreunden trotzdem noch eine problemlose Reise durchführen. Insgesamt fand ich die Disziplin aller Sportsfreunde während der Corona-Zeit besonders schön und möchte das hier gern noch einmal positiv erwähnen.
Unsere Reisesaison war okay. Dadurch, dass wir unsere Reiseweibchen (wie auch in den Vorjahren) am 15.02. angepaart und nur überbrüten lassen haben, sind die Weibchen relativ früh gut drauf gewesen. Leider ging es durch Corona viel zu spät in die Saison, sodass die gute Form ohne ausreichend große Belastung langsam verschwand.
Im letzten Drittel der Alttiersaison nahm die Reiseleistung der Weibchen deutlich ab. Wir glauben, dass es mit der parallel bei den Jungtauben aufkommenden JKT zu tun hatte. Denn nur wenn die Tauben top gesund sind, können diese auch auf den Flügen glänzen.
Wir haben im Jahr 2020 zwar keine Veränderungen vorgenommen, jedoch glaube ich, dass für unsere Weibchen ein späteres Anpaaren zielführender gewesen wäre. Auch eine zusätzliche Kontrolle bei einem Tierarzt hätte nicht geschadet.
„Bei uns haben gerade einige jährige Weibchen für sehr gute Leistungen gesorgt. Hier muss man folgende Weibchen erwähnen: die 0901-19-980 W fliegt zehn Preise mit einem ersten Konkurs. Die Geschwister 0901-19-714 und 715 fliegen ebenfalls beide zehn Preise, wobei die 714W mit einem 1, 6, 9, 11, 11 Konkurs absolute Spitze fliegt. Erstes AS-Weibchen bei den Jährigen wird die 19-823 W mit zehn Preisen. Sie fliegt einen 2, 4, 7, 8, 19, 27 Konkurs.
Sie sind nach wie vor die Nachkommen von unserem goldenen Stammweibchen 557 Auch unser 0901-14-168, der ein Vollbruder zum TYSON ist, hat gerade in diesem Jahr drei jährige Weibchen gebracht, die bei elf Einsetzen zehn Preise mit zwei ersten Konkursen errangen. Mutter dieser drei Amazonen ist die 14-5 W. Sie fliegt selber einen Regionalsieg als Jungtaube und blieb dann für ihre Liebe, den 168, zu Hause. Sie ist eine Vollschwester zum 168, also super Reiseweibchen aus Bruder mal Schwester. Die 19-823 W stammt aus dem 17-300, dieser ist ein reiner Verbeeck Vogel. Mutter ist die 15-808 W. Sie ist eine Tante zum 0127-14-331 und dem 14-305. Dieser wurde 2016 bei unserem Freund Stavros Pavlantis 2. AS-Vogel auf Bundesebene. Auch von unserem Freund Sören Pahl haben wir mit der 18-1256W aus einem Bruder des TYSON ein super Weibchen bekommen. Sie fliegt zehn Preise mit 854 As-Punkten.”
„Der mit Abstand beste Flug war am 12.07.2020 ab Pila 447 km. Hier erzielten wir bei 49 gesetzten Tauben 41 Preise. Wir beginnen mit dem 1, 2, 3, 4, 7, 9, 19, 29 usw. Dieser Flug hat uns besonders gefallen, da es ein Flug war, wie man ihn sich nicht hätte besser ausmalen können. Die ersten Tauben kamen mit einer Fluggeschwindigkeit von 1192 m/min an. Taubenwetter, Kopfwind und dann so ein schönes Ergebnis bei der langen Vermessung, einfach nur Klasse.”
„Das wichtigste Produkt war für uns dieses Jahr ohne Frage Rotosal. Besonders nach schweren Flügen war es zur schnelleren Regeneration unverzichtbar. Außerdem ein super Produkt während einer Hitzeperiode, zur Vorbereitung auf den nächsten Flug. Eines haben wir uns für 2021 vorgenommen: wir werden nächstes Jahr definitiv mehr Kontrollbesuche beim Tierarzt durchführen.”
„Unsere RV und auch wir selber hatten eine sehr gute Jungtiersaison. Sie war arm an Verlusten und reich an glatten Flügen. Für das kommende Jahr haben wir eine sehr ambitionierte Truppe an Jährigen.
Die Fahne war uns ein treuer Wegbegleiter, um die Jungen ans Fliegen zu bekommen. Aber wir haben auch viel Geduld mit unserer jungen Truppe aufgebracht. Nachdem wir das Training schrittweise gesteigert haben, ist die junge Bande nachher von selbst eine Stunde und länger geflogen.”
„Bei den Jungtauben haben wir im Sommer erstmals einen Kombi-Impfstoff gegen Paramyxo, Herpes und Adeno eingesetzt. Zusätzlich haben wir noch gegen Pocken und Salmonellen geimpft. Im Herbst haben wir den gesamten Bestand nochmal zusätzlich mit dem Kombi-Impfstoff Colvac RP gegen Paramyxo und den Rotarvirus behandelt. Das gesamte Impfkonzept hat uns so gut gefallen, dass wir es für 2021 beibehalten werden.”
„Im Hinblick auf die Saison 2021: haltet euch bitte alle an die Corona-Regeln, denn davon profitieren wir alle. Achtet immer darauf, dass nur gesunde und leistungsfähige Tauben gespielt werden, denn das ist die Basis für den Erfolg.”
… ist Denis Faber nicht unbedingt zufrieden mit der Alttiersaison 2018. ‚Wie kann das sein?‘, denken sich jetzt vermutlich viele Züchter. Ganz einfach! Dieser 9. Verbandsmeisterschaftstitel ist sehr teuer erkauft. Die Unzufriedenheit der Familie Faber mit den Alttierflügen rührt aus den viel zu großen Verlusten. Der Erfolg wiegt lange nicht so schwer, wie die Trauer über die verlorenen Tauben. Trotzdem zeigten die Faber-Tauben auch 2018, was sie zu leisten imstande sind. Sage und schreibe fünf 1. Konkurse konnten auf den Regionalflügen errungen werden.
Wenn die Alttauben von den Flügen zurückkamen, waren es meistens nicht nur eine oder zwei, sondern gleich mehrere. Auf dem 500 km Flug flogen gleich 12 der 65 gesetzten Tauben zusammen den Schlag an und belegten die Plätze 3-14 in der RV. Es ist schlichtweg beeindruckend, in welcher Gesamtmannschaftsleistung diese Schlaggemeinschaft dieses Jahr wieder überzeugen konnte.
„Mit der Jungtierreise kann ich hingegen sehr zufrieden sein“, sagt Denis. Die Jungen waren um Ostern herum sehr stark an der Jungtierkrankheit erkrankt. Anschließend waren Sie aber immer noch nicht 100%ig fit, sodass Denis die Tauben von Dr. Warzecha untersuchen ließ. Der sagte: „Von drei möglichen Kreuzen bei den Hexamiten haben eure Jungen fünf!“. Daraufhin wurden die betroffenen Tiere mit Ridzol behandelt und ihre Form wurde Tag für Tag besser. „Durch die lange Behandlungs- und Wartezeit war ich dieses Jahr mit den Trainingseinheiten für unsere Jungen spät dran“, so Denis. „Als die RV Ihren ersten Vorflug auf 45 km startete, brachte ich am Abend meine Jungen auf 7 km. An dem Tag habe ich 149 Tauben trainiert.“ Nach 4 Vorflügen, 5 Preisflügen, 4 Zwischenflügen mit der Fluggemeinschaft und 14 Trainingsflügen, davon zweimal bis auf 90 km gefahren, waren die Verluste im Vergleich zu anderen Züchtern extrem gering. Ein Beweis mehr für die Klasse der SG Faber.
Am System und der Versorgung der Tauben wurde nicht viel verändert. Denis sagt: „Den größten Effekt bei den Tauben konnten wir dieses Jahr wieder vor der Saison feststellen, nachdem wir begonnen haben, den Tauben Carni-Speed zu verabreichen. Die Weibchen sind in der Folge bis zu 2,5 Stunden freiwillig in der Luft geblieben und haben sehr gut trainiert. In der Saison bekommen unsere Tauben an sechs Tagen der Woche Carni-Speed in der Tränke.“ Eine kleine Änderung gab es bei der Unterbringung der Weibchen tagsüber. Diese wurden in einen kleinen Anbau gesperrt, wenn das Wetter gut war. In diesem Anbau befinden sich 20 Sitzplätze für die anfänglich 50 Weibchen.

Außerdem wurden die Alttauben im Frühjahr aus Zeitgründen weniger häufig trainiert, was Ihnen offensichtlich nicht geschadet hat. Wenn man ihre Motivation vor dem Einsetzen betrachtet, wurde in diesem Jahr gar nichts mehr gemacht. Keine Zelle wurde geöffnet, keine Nistschale umgedreht, kein Partner gezeigt und trotzdem flogen die Tauben sensationelle Ergebnisse ein.
Wenn das Einsetzen freitags vorgesehen war, insbesondere dann, wenn Flüge ab 400 km anstanden, hat Denis die Versorgung am Donnerstag leicht umgestellt. Dann gab es, neben Carni-Speed, zusätzlich Rotosal und Mumm in die Tränke. Die nach dem Röhnfried-Konzept versorgten Reisetauben trainieren zweimal täglich 50 min – 80 min. In Ausnahmen auch mal über zwei Stunden. Zur medizinischen Begleitung kann gesagt werden, dass die Tauben in der Saison einmal pro Monat bei Dr. Warzecha vorgestellt wurden und in diesem Jahr zweimal gegen Kokzidien behandelt werden mussten. Wenn ansonsten noch etwas gefunden wird, das der Tierarzt als behandlungswürdig empfindet, dann folgt man hier immer dem Rat des Experten.
Die Schläge der Familie Faber in Hamburg werden im Winter nur sporadisch gereinigt, um die Abwehrkräfte der Tauben zu fordern und zu fördern. Im Sommer hingegen werden die Schläge zweimal täglich gereinigt. Zusätzlich wird wöchentlich Staub gesaugt und der Schlag ausgebrannt. Durch den Überbesatz im Weibchenabteil, brennt Denis den Schlag sogar häufig täglich aus, wenn die Weibchen im Freiflug sind.
Im Wesentlichen sind es die Kinder, Enkel, Urenkel und Ururenkel der Ausnahmevererberin 557 der SG Faber, welche die Fahnen hochhalten. Die 557 hat Berühmtheit weit über die Landesgrenzen hinaus erlangt. So stammen sogar etliche Spitzentauben, die in Polen mit ihren Leistungen glänzen, aus dem Hause Faber, genauer gesagt aus den Nachkommen der 557. Hinzu kommen die Linien von Cyriel Verbeeck. Und als perfekte Ergänzung zur Kreuzung zeigen sich momentan immer mehr die Kinder und Enkel vom „Yvan“ der Gebrüder Herbots.

Die 0901-16-349, „Hope“ genannt, die in diesem Jahr mit 13/13 und 1.127 As-Punkten überzeugen konnte, stammt aus einem eingezüchteten Sohn der 557. Vater der 349 ist der 0901-14-477, der aus der Verpaarung Kamil 202 (Enkel 557) x 557 stammt. Mutter der 349 ist ein Weibchen von Mathias Körber. Die Schwester des 0901-14-477, die 476, bringt bereits gute Nachzucht bei der SG Fuchs & Wolf und in weiterer Generation vielleicht sogar eine Olympiataube, die 3057. Das stand leider bei Druck dieses Artikels noch nicht fest. Auf jeden Fall wird Sie 1. bestes Weibchen RV und 1.AS-Weibchen der RV.

Die 0901-17-638 erflog in diesem Jahr 13/13 Preise und 1089 As-Punkte. Sie wird: 1. RV Bestes jähriges Weibchen, 1. Regionalbestes jähriges Weibchen, 1.AS Weibchen im RegV und 19. auf Bundesebene. Auch sie stammt aus einer Tochter 557, genauer gesagt einer Vollschwester des Tyson. Vater ist der Yvano B842, er stammt aus dem Yvan x Tochter Rudy.
Wenn man Denis nach den größten Fehlerquellen für mangelnde Erfolge befragt, gibt er uns folgenden Ratschlag: „Man sollte sich vertrauenswürdige Mentoren suchen, die einem in allen Fragen zur Seite stehen. Danach sollte man seinen Schlag, die Versorgung, das Training und das System hinterfragen und gegebenenfalls anpassen. Dann zeigt die Erfolgskurve meines Erachtens auch mit den gleichen Tauben nach oben. Wenn dann alles passt, sollte man sich auf die Suche nach besseren Tauben machen. Bei uns in der RV sind zwei Neuanfänger, die im ersten Jahr schon Klasse Leistungen aufweisen können, bis hin zu regionalen Meisterschaften. Das freut mich außerordentlich.“
„Ich würde das Zwangskorsett aufheben 400, 500 und 600 km Flüge machen zu müssen. Dafür würde ich innerhalb eines Regionalverbandes eine Kurzstrecke bis 250 km und eine Mittelweitstrecke von 400 bis 700 km anbieten. Die Züchter könnten dann von Wochenende zu Wochenende entscheiden, wo sie ihre Tauben mitsetzen wollen.“
Auf der Brieftaubenolympiade in Brüssel 2017 platzierte sich die Vater-Sohn-Schlaggemeinschaft gleich mit zwei Super-Tauben. In der Klasse D (Allround) waren es das Weibchen „OLYMPIC MARIOLA“ 0901-14-213 und in der Klasse G (Jährige Tauben) die „OLYMPIC MADLEN“ 0901-15-857, welche Deutschland würdig vertraten. Dies sollte aber nicht der einzige internationale Erfolg sein. So wurde die SG Faber im Februar 2017 auch als Gouden Duif-Sieger Deutschland & Superstar des Jahres Mittelstrecke der Zeitschrift „De Duif“ geehrt.
Namensgeber für die beiden Olympiade-Weibchen sind die Frauen im Hamburger Züchtergespann. Neben Vater Roland und Sohn Denis engagieren sich auch Mutter Mariola, Schwester Madlen und, wenn es notwendig ist, auch Denis’ Freundin Lea bei der Versorgung der Tauben. Taubensport ist hier leistungsorientierter Familiensport.
Bei den Fabers ist die Ausbildung der Jungtauben sehr wichtig. Vor Beginn der Flüge werden die Jungtauben einige Male in den Boxen der Fa. Geraldy, mit Futter und Wasser versorgt, einfach in den Schlag gestellt. So verlieren sie schnell die Angst vor dem Korb.
Denis erzählt: „Wir nehmen an allen Vorflügen der RV teil und fahren privat ca. 10 Mal vor den Preisflügen. Erst kurze Distanzen von 2, 7, 15, 20 km, um dann auf 50 km zu trainieren. Dies beginnen wir, sobald die Jungtauben ziehen. Dies erreichen wir auch, indem wir mit der Fahne die Jungtauben in die Luft bringen. Wir müssen das auch tun, da wir nur einen gemeinsamen Jungtierschlag für drei Gelege haben und die Folgegelege immer wieder die älteren Jungen aufhalten. Auch nehmen wir gerne an Flügen der Nachbarvereinigungen teil. So erreichen wir, dass sich die Jungtauben schon früh auf die eigene Orientierungsfähigkeit konzentrieren. Zwischen den Flügen fahren wir in der Regel einmal die Woche, meistens donnerstags, also am Tag vor dem Einsetzen auf 50 km. Wenn es das Wetter zulässt haben die Männchen und die Weibchen zweimal täglich für ungefähr 45 Minuten Freiflug am Haus. Die Jungtauben kommen einmal täglich, ab Juni zweimal am Tag in die Luft. Sie fliegen freiwillig 1,5–2 Stunden täglich. Wir züchten 150 Jungtiere für den eigenen Bedarf.“
„Nein, nicht immer. Die Erfahrung der letzten 10 Jahre zeigt, dass gute Alttauben bei uns meistens auch gute Jungtauben waren, besonders wenn sie sich auf den anspruchsvollen Flügen in der Spitze gezeigt hatten. Ein schwieriges Kapitel ist sicherlich die Auslese. Für uns spielen Vitalität, Körperbau, Spitzenpreise und Abstammung die entscheidenden Rollen“, so die Erfahrungen der SG Faber.
Zunächst späte Junge aus den eigenen Leistungstauben, sowohl aus dem Zucht- als auch aus dem Reiseschlag. Ob in Linie verpaart oder gekreuzt ist sekundär, Hauptsache, beide Eltern sind Leistungsträger. Neuanschaffungen müssen aus Olympiatauben, Nationalen As-Tauben oder Spitzenfliegern stammen. Für uns gilt der Grundsatz: Der Spitzenpreis sollte in der Familie verankert sein. Auch muss die Taube uns optisch gefallen. Wir führen fast ausschließlich die Kreuzungszucht durch, wenn die Nachkommen für die Reise vorgesehen sind. Ein Großteil der Zuchtpaare wird jedes Jahr neu verpaart“, so erklärt Denis die Strategie für den Zuchtschlag.
Denis stellt die richtigen Fragen. Er entwickelt sich stetig weiter und überlässt nichts dem Zufall“, so fasst Alfred Berger, Geschäftsführer der Fa. Röhnfried, die Eigenschaften von Denis Faber zusammen. Genau diese waren Grund genug, Roland & Denis Faber im Jahr 2010 zu bitten, ins Röhnfried Racing Team zu kommen. Seitdem gibt es eine enge Zusammenarbeit mit Alfred Berger. Aber bereits in den Jahren davor wurden Produkte der Fa. Röhnfried genutzt, jedoch nicht in dem Umfang und mit einem ausgearbeiteten Versorgungskonzept wie heute.
Während der gesamten Zuchtsaison erhalten die Zuchttauben von Roland & Denis an zwei Tagen in der Woche Taubenfit E 50 über das Wasser. Außerdem wird an zwei Tagen in der Woche das Futter mit Hessechol, Moorgold oder Hexenbier angemischt und mit Kräuter-Mix, Entrobac oder Jungtierpulver abgetrocknet. So halten wir seit 2007 unsere Zuchttauben medikamentenfrei. Wir impfen jedoch alle Tauben, auch die Zuchttauben, jährlich gegen Paramyxo, Pocken und Salmonellen.“
Während der Reisesaison halten sich Roland & Denis größtenteils an den Röhnfried-Versorgungsplan, bis auf einen zusätzlichen Trick: Am Morgen nach dem Flug feuchten wir das Futter mit Hessechol an und trocknen es mit der Kombination Entrobac und Jungtierpulver ab. Das hat sich bei uns sehr bewährt“, so Denis. Die Jungtauben werden während der Reisesaison genauso wie die Alttauben versorgt. „Schließlich möchten wir ihnen dieses System angewöhnen“, erklärt Denis. „Im Vorfeld werden sie ganz spartanisch gehalten, wir lassen sie draußen im Garten gewähren und die Schläge werden nur alle 7 bis 10 Tage gereinigt. Ins Wasser bekommen sie täglich Avidress und über das Futter einmal in der Woche Moorgold mit Entrobac. Während der Mauser im Frühjahr werden die Tauben zusätzlich mit Taubengold versorgt. Die wichtigsten Produkte sind für uns Rotosal, Entrobac und Blitzform. Die dürfen einfach nicht fehlen!“
Da ich selbst in Hamburg wohne und bei einigen äußerst erfolgreichen Taubenflügen in diesem Jahr persönlich dabei sein durfte, war es mir eine große Freude, Roland und Denis Faber erneut für ihren diesjährigen Courierbericht zu besuchen. Als ich auf den Hof kam, waren Denis und seine Freundin damit beschäftigt, die Taubenschläge auszusaugen, abzukärchern und mit Eimeran zu desinfizieren.
Auf meine Frage nach seiner Motivation – sowohl die Altals als auch die Jungtierflüge waren vorbei – antwortete mir Denis: „Lust habe ich dazu nicht, aber es motiviert mich, hiermit den Grundstein für eine nächste erfolgreiche Taubensaison 2017 zu legen.“ Da wird was dran sein, denn die diesjährigen Erfolge der SG Faber sind nur mit Superlativen zu beschreiben. Aber eins nach dem anderen …
Die Reisetauben werden im Hause Faber um den 15. Februar gepaart und überbrüten dann ein Gelege. Sobald mehrere Paare das Nest verlassen, werden alle Tauben getrennt. Sowohl die Reise- als auch die Witwerweibchen legen im Frühjahr nur einmal. Nur im Spätsommer nach der Reise dürfen die Reisepaare ein Gelege aufziehen.
„Die Reiseweibchen, die wir auf Witwerschaft spielen, und die Männchen aus dem kleinen Witwerschlag haben wir in diesem Jahr zum ersten Mal Mitte März auf zwei Kilometer trainiert. Die Tauben, die wir total spielen, haben wir Anfang April zum ersten Mal privat trainiert, da sie einfach noch nicht in einer guten Verfassung waren, sprich, sie noch nicht ausreichend am Haus geflogen sind und erst einmal umgewöhnt werden mussten.“ Denis erzählte, dass sie ihre Reisetauben vor der Reise 15 mal bis auf 50 km weggebracht haben und sie zusätzlich auf drei Vorflügen der Nachbarfluggemeinschaft und auf einem Vorflug ihrer RV eingesetzt wurden, bevor sie zum ersten Mal zum Preisflug eingesetzt worden sind. Auf die Frage, ob sie auch während der Reise trainierten, entgegnete er: „Ja, wir haben sie bis zum 6. Flug einmal wöchentlich am Donnerstag weggebracht.“
Wie viele Taubenzüchter im Raum Norddeutschland, denen jedes einzelne Tier am Herzen liegt, vertrauen Roland und Denis Dr. Matthias Warzecha. Viermal hat Familie Faber in diesem Jahr Kotproben eingeschickt und untersuchen lassen. Die regelmäßigen sorgfältigen und allumfassenden Untersuchungen bei Dr. Warzecha machten sich mal wieder bezahlt, denn in diesem Jahr traten keine großen Probleme auf: „Wir haben lediglich unsere Reisetauben (zwei der drei Schläge) nach dem 500 km mit Baycox gegen Kokzidien auf Anraten und nach Befund von Dr. Warzecha behandelt. Ähnlich sah es bei den Jungtauben aus, wir mussten auch sie noch vor der Saison gegen Kokzidien behandeln. Danach lief es wie am Schnürchen und wir mussten nicht mehr eingreifen!“
Von Kuren in der Saison halten Roland und Denis nichts; nur, wenn Handlungsbedarf besteht: „Wir versuchen unsere Tauben, so gut es geht, mit vorsorglicher Pflege, wie zum Beispiel mit den Produkten aus dem Hause Röhnfried, und natürlichen Supplementen wie Joghurt, Gemüse und Knoblauch zu unterstützen.“ Trotz der Problematik, dass nicht jeder Züchter verkehrsnah einen guten Tierarzt finden kann, ist für Familie Faber ein „Medikamentenplan“ keine Lösung: „Auf lange Sicht schadet man damit nur seinen Tauben, da Resistenzen entstehen und das Immunsystem noch anfälliger wird“, so Denis.
Zum ersten Alttierpreisflug am 01.05.2016 haben Roland und Denis 108 Tauben eingesetzt. 125 hatten sie über Winter gehalten, von denen im Vorfeld leider 15 durch den Greif verletzt bzw. getötet wurden. Insgesamt haben die beiden eine sensationelle Reise 2016 durchgeführt und sind 6. Deutscher Verbandsmeister geworden! Ihre beste Taube ist die 0901-15-997 W mit 13/13 und insgesamt 1.142 Ass-Punkten, darunter einmal die Schnellste gegen 6.199 Tauben in der Regionalgruppe! Die Taube ist dicht gefolgt vom Weibchen 0901-15-857 mit 13/12 und 1.018 Ass-Punkten, darunter den 1., 4., 6., 7. und 8. Der Vater 0901-09-655 „Nationen Ass 655“ war seinerseits 1. Nationale Ass-Taube Kurzstrecke 2010 beim Nationencup und die Mutter B-10-2214835 „Yvanna“ ist eine Tochter zum „Yvan“ von Herbots. Eine weitere erfolgreiche Taube in diesem Jahr war der 0901-14-272 V aus dem 0901-09-655 „Nationen Ass 655“ und der 0901-09-622 „Blue Shine“ mit 13/11 Preisen mit 1./5668 von Pila in der Regionalgruppe sowie 1./2554, 1./2544. Seine Vollschwester 0901-13-831 fliegt ebenfalls in ihrer Reisekarriere dreimal den 1. Konkurs. Leider gab es in diesem Jahr viele Verluste auf den Rückenwindflügen. „Die jährigen Männchen haben sich bei Rückenwindflügen schwer getan, sodass leider auch vielversprechende Jährige ausgeblieben sind. Es kommen immer welche durch, aber leider fehlen uns dann immer wieder Tauben, die bis dahin sehr gute Leistungen erbracht haben.“ Roland und Denis erklären sich das Ausbleiben dadurch, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes „übers Ziel hinaus geschossen“ sind. Aber nicht nur in Hamburg, sondern bei vielen Züchtern im In- und Ausland fliegen die Faber-Tauben fabelhaft. Herausragend ist dabei die 0901-14-14 W die bei der SG Heinen/Lehnhoff in diesem Jahr bestes Weibchen im Regionalverband und schon in ihrem Geburtsjahr beste Jungtaube der RV wird. Bisher fliegt sie 31 Preise von 31 Einsätzen und darunter den 1., 2., 3., 3., 4., 5., 6., 7., 8., 8., 9., 10. Konkurs.
Einfach FABERhaft!
Während der gesamten Zuchtsaison erhalten die Zuchttauben von Roland und Denis über zwei Tage in der Woche Taubenfit E50 über das Wasser. Außerdem wird über zwei Tage in der Woche das Futter mit Hessechol, Moorgold oder Hexenbier angemischt und mit Kräuter-Mix, Entrobac oder Jungtierpulver angetrocknet. In der Reise halten sich die beiden größtenteils an den Röhnfried-Versorgungsplan, bis auf einen zusätzlichen Trick: „Am Morgen nach dem Flug feuchten wir das Futter mit Hessechol an und trocknen es mit der Kombination Entrobac und Jungtierpulver ab. Das hat sich für uns mehr als bewährt“, so Denis. Die Jungtauben werden während der Reisesaison genauso wie die Alttauben versorgt. „Schließlich möchten wir ihnen dieses System angewöhnen“, erklärte Denis. „Im Vorfeld werden sie ganz ‚spartanisch’ gehalten, wir lassen sie draußen im Garten gewähren und die Schläge werden alle 7–10 Tage gereinigt. Ins Wasser bekommen sie täglich Avidress und über das Futter einmal in der Woche Moorgold mit Entrobac. Während der Mauser im Frühjahr werden die Tauben zusätzlich mit Taubengold versorgt.“ Auf die Frage, auf welche Produkte sie nicht verzichten möchten, antwortete Denis: „Rotosal, Entrobac und Blitzform. Die dürfen einfach nicht fehlen!“
Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen und habe versucht, Roland und Denis ihr Erfolgskonzept zu entlocken. Es zeigte sich (mal wieder!), dass der erfolgreiche Züchter gewissenhaft versorgt, viel Erfahrung mitbringt und nicht an der Qualität der Tauben spart. Auf die Frage, woran man eine gute Reisetaube erkennt, sagt Denis: „Die gute Reisetaube muss sich beim ‚in die Hand nehmen’ gut anfühlen, gleich passend liegen, eine gute Balance, weiches Gefieder und ein wachsames Verhalten aufweisen. Vater schaut sich auch gerne die Augen an. Stark pigmentiert und wachsam müssen sie sein. Jedoch kann eine wirklich gute Aussage über den Reisewert auch erst nach der Saison getroffen werden, wenn eine Taube von 100–650 km gespielt wurde“, so Denis. Auch bei den Zuchttauben handeln Roland und Denis nach der Vorgehensweise „viel züchten, viel spielen und viel selektieren“, da man nur so erkenne, welche seine Guten sind. Wir hoffen, dass Familie Faber auch in Zukunft ihr „Händchen“ für die Brieftauben behält, und gratulieren den beiden sympathischen Erfolgszüchtern zu den hervorragenden Ergebnissen! Gratulation!
Für eine Auflistung der besten Flüge reicht der Platz leider nicht aus. Interessierte lesen mehr dazu auf www.riro.de im RegV 100 der RV 1889 Hamburg.
Bester Flug 2024
Unser Team vereint einige der erfolgreichsten Taubenzüchter aus Deutschland, Polen, Belgien und den Niederlanden. Mit ihrer Leidenschaft und Expertise setzen sie auf die bewährten Produkte von Röhnfried, um ihre Tauben optimal auf die Wettflüge vorzubereiten. Das Team steht für herausragende Erfolge im Taubensport und teilt regelmäßig wertvolle Tipps und Erfahrungen. Durch den engen Austausch mit den Züchtern entwickeln wir von Röhnfried kontinuierlich innovative Produkte, die die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Tauben fördern. Gemeinsam setzen wir Maßstäbe im modernen Taubensport.
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