Ihr Spezialist für Brieftauben, Rassetauben, Geflügel und Kaninchen
Wie verlief das Jahr aus deiner Sicht?
„Leider lief die Saison 2025 für uns nicht so, wie wir es uns gewünscht hätten. Von insgesamt 13 Preisflügen waren 9 sehr schnelle Flüge mit Geschwindigkeiten zwischen rund 1400 und 1900 m/min – und genau solche schnellen Flüge waren noch nie unsere Stärke. Entsprechend haben wir dort nicht das erreicht, was wir uns erhofft hatten. Die übrigen Flüge verliefen dagegen sehr gut, mit Ergebnissen wie 98/78, 65/51 und 61/52 Preisen.
Besonders schmerzlich war der Verlust von etwa 50 % unserer Jungtauben bei unserem ersten privaten Jungflug – bis heute wissen wir nicht, woran es genau lag. Wir hatten in diesem Jahr das Impfschema etwas verändert, aber ob das der ausschlaggebende Grund war, bleibt unklar. 2026 werden wir jedenfalls wieder auf das bewährte Schema der Vorjahre zurückgreifen. Auch auf den Preisflügen fanden die Jungen in diesem Jahr nicht so recht in ihre gewohnte Form.“
Welche Veränderungen stehen für 2026 an?
„Für 2026 steht bei uns eine größere Veränderung an: Wir werden unseren Bestand um etwa 50 % reduzieren. Künftig wird nur noch aus einem Reiseschlag gereist und aus einem Zuchtschlag gezüchtet. Schon in den letzten beiden Jahren hatten wir nur noch aus einem Jungschlag gereist. Das hat sich absolut bewährt.
Wir erhoffen uns dadurch eine deutliche Entlastung für uns drei – gerade dann, wenn einer von uns im Urlaub oder beruflich länger unterwegs ist. Außerdem können wir uns so gezielter auf einen Bereich konzentrieren – entweder Zucht oder Reise – und haben insgesamt mehr Zeit für die Tiere selbst.“
Auf welche Produkte möchtest du auf keinen Fall verzichten?
'Ganz klar auf Blitzform, Bt-Amin forte, Rotosal, Hexenbier, Atemfrei und Avimycin. Diese Produkte gehören für uns fest zur Versorgung – sie haben sich im Alltag einfach bewährt.“
Auf welche Leistungen bist du besonders stolz?
„Wir sind sehr stolz auf das 2. beste Altweibchen von Hessen 2025 sowie auf unsere Ergebnisse in der Regionalverbandswertung: 1., 9., 10. und 11. sowie 13. As-Weibchen der RegV 2025.“
Was würdest du Anfängern raten?
„Vor allem: nicht zu viele Tauben halten – und nicht auf zu viele Züchter hören. Statt überall Tauben zu kaufen, sollte man genau hinschauen, wer über mehrere Jahre hinweg erfolgreich fliegt – und ob dessen Tauben auch auf anderen Schlägen überzeugen konnten.“
Größte Erfolge 2025:
2. Bestes Altweibchen von Hessen 1., 9., 10. und 11. Regionalverbandswertung 13. As-Weibchen der RegV
Was wurde im Reisejahr 2024 geändert?
„Wir haben das Futtersystem umgestellt und Mischungen eines neuen, anderen Herstellers zum Einsatz gebracht.
Dabei sind die Produkte der Firma Röhnfried geblieben und wurden auch 2024 angewendet. Besonders wichtig sind uns hier die Gaben von Carni-Speed, Blitzform, Hexenbier und die Flugfit-Dragees. Diese bekommen die Tauben immer vor wichtigen Flügen verabreicht!“
Welche Änderungen habt Ihr 2024 vorgenommen und wie ist es gelaufen?
„Wie auch schon in den letzten Berichten zu lesen, haben wir in diesem Jahr einige Dinge neu ausprobiert. Nicht wie geplant, das bewährte Relax-Energie System zu füttern, sondern ein komplett neues System und Hersteller. Die Versorgung mit den Beiprodukten blieb weitestgehend unverändert.
Was auffiel war, dass den Tauben der letzte Schwung Schnelligkeit verloren ging (nur 2x 1. Konkurs auf der Alttierreise). In diesem Jahr waren praktisch jedes Flugwochenende andere Wetterbedingungen und ab Juni wurde fast jeder Flug verschoben. Somit können wir nicht wirklich sagen, wie aussagekräftig der Versuch mit dem neuen Futtersystem war.
Am Ende aber wurden in der RV viele 1. Meisterschaften und beste Einzeltiere errungen. Auch im Reg. Verband wurden wir 1. Meister intern mit 4 von 6 Vorbenannten auf den letzten 8 Flügen.
Somit war das neue Futtersystem sicherlich kein Fehlversuch, aber wie schon erwähnt, hat uns etwas die Schnelligkeit gefehlt und die guten Ergebnisse auf den 400+500km Flügen.“
Was ist das Highlight der Saison 2024?
'Als Highlight kann man sicherlich noch den Nationalflug ab Chateauroux (620km) sehen. Dort könnten wir den 2. Konkurs National erringen! Das Besondere daran war, dass ich die Taube 2022 von meinem Freund Simon Ullrich bekommen habe. Ein Sohn aus seinem Olympic Gentleman. Das Besondere: 3 Minuten bevor die Taube ankam, bekam ich einen Anruf von Simon, ob denn schon Tauben da wären.“
Wie verlief der Jungtaubenflug? Gab es Besonderheiten? Welche Impfungen wurden durchgeführt mit oder ohne Erfolg?
„Dieses Jahr wurden „nur“ 70 Jungtauben für uns gezüchtet. Diese wurden, wie in den letzten Jahren, zweimal gegen Rotaviren und einmal gegen Paramyxo-Herpes geimpft. Auf dem Endflug wurden noch 66 Tauben gesetzt (2 verletzt zu Hause). Diesen konnten wir mit einem Doppelsieg im RegV für uns gewinnen! Und mit 66/55 Preisen ein super Gesamtergebnis erzielen. Gefüttert wurden die Jungtauben mit einer neuen Futtermischung von Mifuma, die wir austesten durften. An 5 Tagen die Woche haben sie diese Mischung erhalten.“
Generell kann man sagen, dass in der Schlaggemeinschaft Fuchs und Wolf alle Schläge in doppelter Ausführung vorhanden sind. Johann betreut einen Schlag, während der andere von Josef betreut wird. Nun möchten wir mehr über das abgelaufene Reisejahr erfahren.
„In unserer SG wird immer wieder ausgiebig über die Fütterung und Versorgung der Tauben diskutiert. Nach einigen Testjahren (ab 2021) haben wir nun einen festen Plan mit Beiprodukten für das bevorstehende Reisejahr festgelegt. Dabei sollte die Fütterung der Tauben im Vordergrund stehen und weiter optimiert werden. Allerdings können wir mit Fug und Recht behaupten: Ein Satz mit X, das war wohl nichts! Die Tauben kamen bereits zu Beginn der Reise nicht richtig in Form, was zu verstärkten Verlusten führte. Es war merkwürdig zu beobachten, dass zum Beispiel der Schlag, der nach der bisherigen Herangehensweise handelte, bis zu 10 Minuten früher mit dem Konstatieren begann. Auch die Preisausbeute war dabei erheblich unterschiedlich. Noch schlimmer und frustrierender war die Situation, als wir zum alten System zurückkehrten und trotzdem die Erfolge ausblieben. Zwar gelang es uns, den ein oder anderen Spitzenpreis zu erringen, darunter zwei aufeinanderfolgende Regionalsiege, aber die Erfolge der vergangenen Jahre waren nicht mehr erreichbar. Alle Meisterschaften, insbesondere die zuvor erwähnten, konnten nicht mehr erreicht werden. Beim Jungflug versuchten wir dann, aus den Fehlern der Alttierreise 2023 zu lernen, und hatten damit Erfolg.”
„Auf dem “Experimentierschlag” Fuchs begannen wir mit 76 Jungtauben, von denen 74 sechs Preisflüge erfolgreich überstanden. Nicht nur die Anzahl der übrig gebliebenen Tauben, sondern auch ihr Flugverhalten am Schlag und ihre pulkweise Ankunft nach den Preisflügen waren für uns neu und nach einer so enttäuschenden Alttierreise ein erfreuliches Erlebnis.“
„In diesem Jahr haben wir zweimal mit RP und einmal mit PH geimpft, da der Eindruck bestand, dass PHA mehr geschadet hätte als geholfen. Mit dem Impfkonzept in diesem Jahr waren wir sehr zufrieden. Die Jungtauben wurden 11-mal im Kabinenexpress transportiert und zeigten keinerlei Anzeichen der Jungtierkrankheit.
Wir versorgten die Tauben wie in der Vergangenheit mit Röhnfried-Produkten, wobei unser Augenmerk besonders auf Carni-Speed, Blitzform, Rotosal und Bt Amin forte lag.”
„Für 2024 planen wir, die Futterzusammenstellung aus den Jahren 2017-2019 wiederzuverwenden. Unsere bewährte Relax-Energie-Mischung werden wir um einige Zugaben von Hanf und geschälten Sonnenblumenkernen ergänzen.”
Wie war eure Saison und welche Rolle haben die Röhnfried Produkte dabei gespielt?
„Im Jahr 2022 hatten wir wieder ein sehr aufschlussreiches Erlebnis darüber, welchen großen Einfluss die richtige Fütterung der Tauben hat. Davon möchten wir gern berichten.
Wie in der letzten Ausgabe des Couriers angekündigt, wurde in diesem Jahr auf einem unserer Schläge die Futterversorgung etwas verändert. In diesem Zuge wurde auch die Gabe von Carni-Speed eingestellt. Der Hintergedanke dabei war, dass bei leichterer Fütterung die Gabe von L-Carnitin keinen positiven Effekt haben sollte – falsch gedacht!
Die ersten zwei bis drei Flüge waren auf beiden Schlägen ziemlich identisch. Dann standen die ersten weiteren und schwereren Flüge an. Hier konnten die ohne Carni-Speed versorgten Tauben nicht mehr mithalten. Ich konnte und wollte es nicht glauben. Der absolute Beweis war aber leicht zu erbringen: Wir setzten das Carni-Speed wieder wie gewohnt ein. Beim ersten Flug nach der Gabe stellte sich noch keine Veränderung ein, aber bei den folgenden Flügen waren die Tauben von beiden Schlägen wieder gleich auf. Zum großen Finale auf den letzten vier Flügen waren unsere Tauben nachweislich prozentual und in der Spitze wieder die besten in allen Listen.
Für uns ist deshalb Carni-Speed das Produkt des Jahres und in Zukunft nicht mehr wegzudenken. Das hat sich durch unser kleines Experiment eindeutig herausgestellt. Wenn wir noch zwei weitere Produkte nennen müssten, auf die wir nicht verzichten wollen, wären das Blitzform und Rotosal.
Und nach den Versuchen mit den Flugfit Dragees in den Jahren zuvor, überlegen wir uns jetzt schon den nächsten Test für 2023. Es bleibt also spannend!”
| Datum | Auflassort | Entfernung | Taubenzahl | Errungene Preise | Anzahl gesetzte Taube/Errungene Preise |
|---|---|---|---|---|---|
| 23.07.22 | Chateauroux | 623km | REG vs 1147 T. | 79/37 Pr. | 4. 18. 19. 20. 21. 23. 24. (~8h Flugzeit) |
| 16.07.22 | St. Dizier | 308km | RegG vs 1161 T. | 84/62 Pr. | 2. 6. 8. 9. 10. 11. 25. 28. 31. (3,5h Flugzeit) |
| 02.07.22 | Nevers | 511km | REG vs 2295 T. | 91/58 Pr. | 3. 4. 10. 11. 31. 37. 38. (~7h Flugzeit) |
| 04.06.22 | Auxerre | 444km | REG vs 4301 T. | 125/72 Pr. | 8. 10. 11. 12. 21. 22. 28. 37. 37. (~5h Flugzeit) |
| 15.05.22 | Bar le Duc | 270km | FG vs 2411 T. | 147/117 Pr. | 1.-6. 8.-15. 50 unter ersten 100 (3,5h Flugzeit) |
Die Spitzenzüchter der RV Mainspitze unweit der Tore Frankfurts vorzustellen, können wir uns hier sparen. Das Team um Oliver Fuchs dürfte mittlerweile in ganz Deutschland und über die Landesgrenzen hinaus bekannt sein. Schließlich spielen sie doch in einem der stärksten Regionalverbände unseres Verbandes: 450-Hessen Mitte. In diesem Regionalverband, der regelmäßig Top-10 Platzierungen auf Bundesebene stellt, muss man an der SG Fuchs und Wolf erst einmal vorbeikommen. Ich nehme eines vorweg: auch die Saison 2020 wurde erfolgreich abgeschlossen: 1. Regionalverbands-Meister intern (über die drei weitesten Flüge), 1. AS-Weibchen im Regionalverband; 1., 2., 3., 4., 5., 6., 8. bestes Weibchen im Regionalverband. – Wahnsinn!
Der verspätete Beginn der Reise stellte alle Züchter vor die Frage: „Wie reagiert man jetzt richtig?“ Da die SG Fuchs und Wolf mit zwei getrennten Mannschaften spielt, konnten unsere Sportfreunde auch in zwei Varianten reagieren: „Die Tauben auf dem Schlag Fuchs wurden Ende April erneut angepaart und nach 4-5 Tagen brüten getrennt. Die Tauben von Johann Wolf wurden nach dem Absetzten der Jungen nicht erneut verpaart. Einen Unterschied in der Reiseleistung konnten wir aufgrund dieser Vorgehensweise weder am Anfang noch am Ende der Saison beobachten. Das mag aber an dem verspäteten Start der Saison liegen, wodurch die Tauben, die Junge aufzogen haben, mehr Zeit hatten, die Kondition zu steigern.“ Anzumerken sei noch, dass die Mannschaft Fuchs trocken gespielt wird, nur die Mannschaft Wolf zieht vor der Saison Junge auf.
Oliver konstatiert dennoch einen nicht ganz glatten Saisonstart: „Der erste Preisflug verlief für uns untypisch schlecht. Das muss das schlechteste Ergebnis auf einem Altflug aus den letzten zehn Jahren gewesen sein. Woran das jetzt gelegen hat, sei mal dahingestellt. Wir wussten aber, dass unsere Tauben in einer sehr guten konditionellen Form waren und laut Tierarzt auch nichts vorlag. Deshalb verfielen wir auch nicht in Panik und vertrauten weiter auf unser Konzept und unsere Tauben. Auf dem zweiten Preisflug hatten wir dann ein sehr gutes Ergebnis (41 Tauben bis zum 50. Konkurs gegen ~1000 Tauben).“ Von Flug zu Flug konnten im Verlauf der Saison 2020 tolle Ergebnisse erzielt werden, wenngleich Olli an mehreren Stellen feststellen muss, dass es eine ungewohnt holprige Saison war.
Der Tatsache geschuldet, dass Oliver und seine Schlagpartner in der vergangenen Saison beim Vorbenennen eher unglücklich tippten, wie sie selbst feststellten, gab es die Gelegenheit mal etwas Neues auszuprobieren. Auf Bundesebene war zur Spitze bereits ein relativ großer Rückstand und man hatte von vertrauten Sportfreunden etwas von einer „Wunderpille“ gehört. Der erste 550km Regionalflug stand an und die drei Schlagpartner berieten sich. Olli und sein Vater Josef waren sich schnell einig, die Pille zu probieren. Johann Wolf war sich unsicher und zögerte noch, was er bereits bei der Ankunft der Tauben bereut hatte. Ich stelle Ihnen nun die originalen Worte von Oliver über seine ersten Erfahrungen mit den Flugfit Dragees zur Verfügung: „In diesem Jahr haben wir zum ersten Mal die Flughoppers von Röhnfried eingesetzt. Probiert haben wir es zunächst nur an den Tauben auf dem Schlag Fuchs am Einsatztag des ersten 550km Regionalfluges. Die Tauben wurden für diesen Flug am Donnerstag eingesetzt und am Samstag gestartet. Bei einer Geschwindigkeit von 1250m/min und 55 Minuten Konkurszeit kein leichter Flugverlauf. Am Ende konnten wir 94/64 Preise im Regionalverband gegen 4336 Tauben erzielen. Die Preisverteilung innerhalb unserer SG belief sich auf Fuchs: 45/34 Preise und Wolf: 49/30 Preise. Schon ein leichter aber kein gravierender Unterschied. Bei den Spitzenpreisen wurde es aber deutlich: 90% der Preise über 95 As-Punkte (Spitzenpreise) gingen an die Tauben aus dem Schlag Fuchs! Ebenso konnte auch der Regionalsieg durch die mit den Flughoppers versorgten Tauben errungen werden. Um den Vergleich noch komplett zu machen, wurden am Endflug, erneut von 550km (1350m/min, 35 Minuten Konkurszeit), alle Tauben (Fuchs und Wolf) mit den Flughoppers am Einsatztag behandelt. Das Gesamtergebnis war schon sehr gut und verblüffte so manchen Konkurrenten. 91/63 Preise standen am Ende in der Preisliste mit der Aufteilung Fuchs: 44/31 Preise und Wolf: 47/32 Preise. Auch bei der Aufteilung der Spitzenpreise hieß es zu jedem Zeitpunkt 50/50. Im nächsten Jahr wollen wir vermehrt die Flughoppers einsetzen, da uns der Effekt auf den beiden Flügen derart überzeugt hat.“ Die besagten Flughoppers, von denen Oliver spricht, heißen mittlerweile Flugfit-Dragees.
„In den letzten Jahren wurde das private Training mit den Alttauben extrem reduziert.“ Die Alttauben werden bis etwa 35km vor der Saison antrainiert. Bis zum dritten Preisflug werden die Tauben am Tag vor dem Einsetzen zum „Anfliegen“ auf denselben Ort bei etwa 35km gebracht. Während der Saison werden die Mannschaften nur noch in besonderen Fällen für das Training gefahren. – Zum Beispiel wenn ein Flug ausfällt oder wenn sich das Wetter stark ändert. Die SG Fuchs und Wolf legt ihren Fokus auf das Training am Haus: morgens und abends für jede Mannschaft etwa 60 Minuten.
„Bei den Jungtauben machen wir uns dafür von Jahr zu Jahr mehr Arbeit. Aber da auch nur mit den Jungen auf dem Schlag Fuchs. Die Jungen werden vor Reisebeginn etwa zehn Mal privat weggefahren.“ Oliver versucht auch seine Jungen in anderen RVen mitzusetzen, wenn es die Rahmenbedingungen zulassen. „Unter der Woche während der Saison werden die Jungtauben nicht noch zusätzlich privat weggefahren, da unsere RV schon seit längerer Zeit einen Zwischenflug von 80 km durchführt.“ fügt Olli hinzu.
„Mit der Zeit haben wir festgestellt, dass das wöchentliche Fahren während der Saison keinen weiteren Vorteil bringt, wenn die Tauben von sich aus am Haus schon super trainieren. Durch unser Versorgungskonzept mit den Röhnfried Produkten hat sich das Trainingsverhalten unserer Tauben am Haus extrem verbessert.“ Auf die Ausbildung der Jungen wird im Hause Fuchs und Wolf großen Wert gelegt. Die Jungen sollen sich gut entwickeln und möglichst viel lernen, sodass sie im Folgejahr bestmöglich ausgebildet in der Jährigenreise durchstarten können.
„Die Behandlung gegen Trichomonaden ist die einzige Kur, die bei uns blind zum Anfang der Reise durchgeführt wird. Alles andere geschieht ausschließlich nach Befund durch den Tierarzt.“
Vorbeugend gegen Bakterieninfektionen setzt die SG Fuchs und Wolf auf die Präparate Hexenbier, Avimycin forte, Atemfrei und Entrobac. Außerdem wird regelmäßig UsneGano gegeben, um gegen Kokzidien vorzubeugen. Mit diesen Produkten wird der Einsatz von Antibiotika weitestgehend umgangen. Innerhalb der letzten zwei Jahre wurde keine bakteriologische Erkrankung festgestellt.
„Die meisten erfolgreichen Züchter, die ich kenne, haben im Wesentlichen einen Plan, den sie schon seit Jahren anwenden und von Jahr zu Jahr nur noch Kleinigkeiten anpassen. Aus den erfolgreichsten Tauben wird weiter gezüchtet und aus den anderen nicht mehr. In einem so etablierten System lassen sich schnell neu eingeführte Produkte, Tauben oder ähnliches bewerten. Es gibt viele Beispiele von erfolgreichen Züchtern, die nach einem Totalverkauf oder Umzug nach wenigen Jahren wieder vorne stehen. Leistungsstarke Tauben kann man sich immer wieder über einen gewissen Zeitraum züchten, indem man immer nur aus den Besten weiterzüchtet. Wenn man aber kein Verständnis für den Umgang mit seinen Tieren entwickelt, wird man keinen Erfolg haben. Deshalb steht dieses Gefühl für mich an erster Stelle, dicht gefolgt von der guten Taube.“
Als „Sommermärchen“ und „einmalige Saison“ wurde das Reisejahr 2017 beschrieben. Dass die SG Fuchs und Wolf in der Folge noch eine Schippe drauflegen kann, hätte wohl niemand erwartet: zum zweiten Mal in Folge 3. Verbands-Jährigenmeister, 1. Klinikcup auf Bundesebene, stets über 70 % Reiseleistung, 13x 1. Konkurs in der FG (bei 12 Flügen!), 1. Hessenmeister als SG Fuchs und Wolf, 2. Hessenmeister mit dem Zweitschlag Sandra Müller, 42 zweistellige Tauben, 14 Tauben mit über 900 As-Punkten, zwei Weibchen als Olympiakandidatinnen …
Wer aktuell in Hessen erfolgreich sein möchte, der muss sich automatisch mit dieser Schlaggemeinschaft messen.
Die 12 durchgeführten Preisflüge hatten Fluggeschwindigkeiten zwischen 1.180 und 1.380 m/min. Dies lag sicher am häufigen Kopfwind gepaart mit trockener, heißer Luft aus Ost/Nord-Ost. Für die Tauben, die aus der Südwest-Richtung gespielt werden, bedeutet dies zumeist, dass die Flüge „schwerer“ werden. „Regeneration, energiereiches Futter und Formaufbau“ sind die Schlagworte, um die Tauben Woche für Woche in Topform an den Start zu bringen.
Zur raschen Regeneration nach Preisflügen setzt die SG Fuchs und Wolf schon seit Jahren auf das Produkt Bt-Amin forte. Es enthält hochdosierte Aminosäuren, Elektrolyte und B-Vitamine in einer definierten Zusammensetzung. Die essentiellen Aminosäuren sind leicht verfügbar und stellen somit in der Reisezeit eine optimale Entlastung dar. Die zahlreichen hochdosierten B-Vitamine sind für die Blutbildung und Nervenstärkung während der Reisesaison unerlässlich. Zusätzlich zu Bt-Amin forte kommt Rotosal in die erste Tränke nach der Heimkehr der Witwer. Rotosal ist ein flüssiges Ergänzungsfuttermittel auf der Basis von organischem Phosphor Butafosfan und Oligosacchariden zum raschen Ausgleich von Phosphor- und Energiedefiziten vor und nach Distanzflügen und bei allgemeinen Belastungen, wie z. B. nach Behandlungen, Mauser oder Aufzucht.
Gefüttert wird der Mifuma Power Mix, welcher im Wochenverlauf mit Einzelsaaten (Hanf und geschälte Sonnenblumenkerne) angereichert wird, um die Mischung noch energiereicher zu gestalten. Öle kommen nicht zum Einsatz. Der Formaufbau erfolgt über die Versorgung mit Produkten wie Hexenbier und Carni-Speed.
Das Hexenbier ist eine Vitalitätsmischung aus Zwiebeln, Honig, Propolis, Echinacea, Holundersaft, Bartflechte (Usnea barbata) und Knoblauch, die bei den Tauben die körpereigenen Abwehrkräfte stärkt und eine herausragende Flugfreude hervorruft. Darüber hinaus sorgen verschiedene Zuckerarten für eine kurzfristig zur Verfügung stehende zusätzliche Energiequelle, was sich nur positiv auf die Trainingsbereitschaft der Tauben auswirken kann. Hexenbier wird der Mannschaft am Rückkehrtag und den ersten beiden Tagen der Trainingswoche (Samstag, Montag, Dienstag) gegeben.
Das Carni-Speed steht an fünf Tagen der Woche auf dem Futterplan. Es wird stets übers Wasser angeboten. Der Hauptbestandteil von Carni-Speed ist L-Carnitin. Dieser vitaminähnliche Stoff spielt eine zentrale Rolle im Fettstoffwechsel der Tauben. Mit einer Dosierung von 10 ml/Liter Trinkwasser erhalten die Tauben die als wissenschaftlich sinnvoll erachtete Menge an L-Carnitin. Außerdem unterstützen das enthaltene Magnesium und Selen die Muskelfunktion. Die Tauben zeigen eine deutliche höhere Trainingsfreude.

Auf die Frage, wie man auf bevorstehende Flüge und zu erwartende Flugverläufe reagiere, antwortet Oliver Fuchs ohne zu zögern: „In der Versorgung haben wir grundlegend nichts verändert. Egal, ob es ein leichter, schneller oder anstrengender Flug wird, die Tauben müssen jede Woche top vorbereitet und aufgebaut werden, um sich aus dem Schwarm absetzen zu können. An der Versorgung haben wir auch in Bezug auf die Hitze nichts verändert.“
Oliver, wie haltet ihr es mit dem Training am Haus?
„Im Frühjahr versuchen wir, die Trainingszeit am Haus zu steigern, bis sie morgens und abends freiwillig 1-1,5 h trainieren. Ähnlich haben wir es dann noch mal bei Beginn der großen Hitze gemacht. Morgens haben sie ihr normales Pensum abgespult und nachmittags haben wir die Trainingszeiten von knapp 20 Minuten wieder langsam gesteigert. Dadurch haben unsere Tauben dann bei höchsten Temperaturen nachmittags bis zu 2 h freiwillig trainiert. Dementsprechend gut sind dann auch die Preisflüge bei Hitze und Gegenwind verlaufen. Ich denke, dass das alles mit angepasstem Training und Gewohnheit zu tun hat. Nur wenn man seinen Tauben keine Möglichkeit bietet, ein gewisses Trainingspensum aufzubauen bzw. sich an die Hitze zu gewöhnen, wird man meiner Meinung nach kein überragendes Ergebnis erzielen können. Dieses Vorgehen war somit das Einzige, was wir im Vergleich zum Vorjahr geändert haben.“

Wir können also festhalten, dass die SG Fuchs und Wolf ein überaus gut durchdachtes Schlagmanagement verfolgt, welches in verschiedenen Punkten Stellschrauben versteckt hält, an denen man ansetzen kann, um auf „besondere Umstände oder Einflüsse“ reagieren zu können.
Neben den 39 (!!!) Reisetauben mit überwältigenden Leistungen von mindestens 10 Preisen bei 12 Flügen stechen die beiden Olympiakandidatinnen 9623-17-3057W und 9623-15-1357W besonders heraus. Das jährige Weibchen 3057 wird Beste Taube von Hessen mit 10 Preisen und 982,23 As-Punkten, darüber hinaus wird sie zweitbestes jähriges Weibchen der FG mit 12/12 Preisen und 1106,87 As-Punkten. Väterlicherseits geht die Olympiakandidatin der jährigen Weibchen auf den „Sohn Abraham“ von Rudi Diels X Tochter 557 der SG Faber zurück. Mutter ist die „Black Queen“ (ihrerseits 21. AS-Weibchen BRD 2011). Die „Black Queen“ stammt aus einer Kreuzung aus Tauben von Markus Neeb X Hardy Krüger.

Die Zweite im Bunde der Olympionikinnen ist die 9623-15-1357W. Neben der Kandidatur für die Kategorie „Allround“ wird die 1357 erstbestes Altweibchen von Hessen mit 10 Preisen und 976,12 As-Punkten, erstbestes Altweibchen im Regionalverband mit 9/9 Preisen und 857,92 As-Punkten sowie siebtbestes Altweibchen in der FG mit 12/11 Preisen und 1.020,32 As-Punkten. Vater dieser Ausnahmetäubin ist der 9623-11-2017 „Sparrow“, der selbst ein klasse Reisevogel war und auf den „Jackpot“, einen Original Rudi Diels, gezogen wurde. Mutter ist die 9623-11-2085 „Lea“. Oliver gibt „Lea“ das Prädikat „Bestes Zuchtweibchen“ und sagt über sie: „In 2 Jahren züchtet uns dieses Weibchen 8 direkte Kinder mit einem 1. Konkurs und 10 zweistellige Tauben. Von der Enkelgeneration mal ganz abgesehen. Ebenso unseren Top-Olympiakandidaten für Posen (eben die 1357) und das erst- und fünftbeste Altweibchen von Hessen in 2018.”
Dass bei der SG Fuchs und Wolf nicht nur die Weibchen überragend gespielt werden, zeigt der 2016er Vogel „9623-16-1732“. Gezogen aus Originalen Diels-X-Krüger-Tauben wird der 1732 bester Altvogel der FG mit 12/12 Preisen und 1.148,70 AS-Punkten, bester Altvogel von Hessen mit 10 Preisen und 972,73 As-Punkten, bester Altvogel im Regionalverband mit 9/9 Preisen und 837,72 As-Punkten.
Oliver, wie geht ihr mit dem Thema Jungtaubenkrankheit um? – Was kannst du Züchtern raten, die regelmäßig mit der JTK in ihrem Bestand zu kämpfen haben?
„Ich weiß nicht, ob man medikamentös überhaupt was machen kann, da es sich höchstwahrscheinlich um eine Virusinfektion handelt. Womit wir immer sehr gut klar gekommen sind, ist eine Kombi-Behandlung des Adeno-Coli-Komplexes zusammen mit Trichomonaden. Unterstützend dazu immer mit Bt-Amin forte und Entrobac. Die Taube, die sich dann nach der vorgeschriebenen Behandlungszeit plus 7-10 Tage Regenerationszeit nicht wieder erholt hat, muss leider weichen. Ich denke, vieles wird auch schon im Zuchtschlag entschieden. Wenn ich hier keine hohe Qualität an Tauben habe, die selbst geflogen sind und ihre Widerstandskraft schon unter Beweis stellen mussten, kann man eher Tauben züchten, die anfälliger sind; gerade bei Tauben, bei denen die letzte Reisetaube schon mindestens als Urgroßvater auf der Abstammung steht. Hier mussten sich die Nachkommen doch gar nicht mehr dem Reisestress stellen und mit verschiedenen Erregern auseinandersetzen. Somit ist das Immunsystem auch weniger geschult und wird an die Tauben weitergegeben, die bei einem selbst auf dem Reiseschlag sitzen.“

Alles in Allem war das für unsere ehrgeizigen Mitglieder des Röhnfried Racing Teams eine unglaublich erfolgreiche Saison. Diese Leistung sucht in der Saison 2018 in ganz Deutschland wohl ihresgleichen. Wetterbedingt konnte kein 600-km-Flug zustande kommen. Sportlich gesehen war das sicher ärgerlich, allerdings sahen es unsere Sportfreunde enorm vorbildlich und waren mit ihren Gedanken ganz bei den Tieren: „Bevor riskiert wird, dass unsere Tauben in eine Katastrophe geschickt werden, ist es sinnvoller, auf den 600er (und damit die Chance auf eine Topplatzierung in der deutschen Verbandsmeisterschaft) zu verzichten.“ Wir dürfen alle gespannt sein, mit welchen Leistungen uns die „Füchse und Wölfe“ im nächsten Jahr begeistern!
Oliver über Bt-Amin forte: „Was wir für wichtig und gut halten und schon seit mehr als 20 Jahren so geben, ist, das Bt-Amin forte (früher ähnliche Produkte) am Donnerstag ins Wasser zu geben, da wird aber auch kein weiteres Konditionsprodukt ins Wasser oder Futter gegeben.“
70 % Reiseleistung, 49 Zweistellige, 10 x 1.Konkurs und dazu die 3.Verbands-Jährigenmeisterschaft können sich mehr als nur sehen lassen. Ich musste mir selbst ein zweites Mal die gespürt endlos lange Erfolgs-Aufstellung der SG Fuchs und Wolf aus Hochheim am Main vor Augen führen, um zu realisieren, was für eine einmalige Saison die SG im Sommer 2017 hingelegt hat. Chapeau!
Im Regionalverband 450 Hessen-Mitte und bei der Hessenmeisterschaft sind sie regelmäßige Podiumsanwärter, wer hier gewinnen will, muss zuerst an dieser SG vorbei. Diejenigen unter uns, die sich in der Brieftaubenszene auskennen und regelmäßig die Messen in Dortmund und Kassel besuchen, für die ist die SG Fuchs und Wolf schon lange kein unbekannter Name. Doch für all diejenigen, die es bis heute noch nicht mitbekommen haben: Aufgewacht! Wer verbirgt sich hinter den Schlagnamen? Das sind zum einen Johann Wolf (58) und seine Tochter Sandra Müller. Johann obliegt die Betreuung „einer“ Reisemannschaft. Die zweite Hälfte der SG bilden der ebenfalls 58-jährige Josef Fuchs, der als Ruhepol der SG betrachtet werden kann, und sein Sohn Oliver (32), er ist Dreh- und Angelpunkt der SG. Neben der Betreuung „einer weiteren“ Reisemannschaft pflegt er intensive Kontakte über die Grenzen Hessens hinaus und hält die Internet- und Social Media-Präsenz laufend auf dem neusten Stand. Somit habe ich in Oliver den perfekten Ansprechpartner für das Interview gefunden.
Oliver, wenn ich die Saison 2017 in Hochheim als Sommermärchen bezeichnen darf, untertreibe ich sicher nicht.
Nein, ganz und gar nicht, wie du schon zu Beginn erwähnt hast, ist der Sommer 2017 für uns ein ganz besonderer gewesen, nämlich das beste Reisejahr unserer SG-Karriere. Highlight war ganz klar Platz 3 bei der Verbands-Jährigenmeisterschaft, aber auch die einzelnen super Flüge mit 2 x über 80 % auf 400 und 500 km sowie einmal die ersten 10 Konkurse und einmal die ersten 8 Konkurse im Regionalverband haben diese Saison zu etwas Einmaligem gemacht.
Wir spielen unsere rund 100 Tauben, von denen 40 % Jährige sind, nach der Totalen Witwerschaft. Außerdem wurden erstmals 20 Männchen unter den Namen von Sandra gespielt. Unser Schlag gliedert sich in zwei komplett voneinander getrennte Schlaganlagen, die jeweils Platz für ein Männchen- und ein Weibchen-Abteil bieten. Wir unterscheiden den Schlag „Wolf“, ein Betonschlag mit Flachdach, bei dem die Vorderfront ab ca. 1 Meter vom Boden mit Drahtgittern geöffnet ist. Die zweite Schlaganlage „Fuchs“ ist ein 3 m x 8 m Punt-Taubenschlag mit einem Versorgungsgang. Hier versuchen wir jedes Jahr, die Lüftung zu verbessern.
Ja, das hast du richtig erkannt. Diese Aufteilung ist einer der Gründe, weshalb wir 2017 bei Röhnfried gelandet sind.
Das musst du mir und den Lesern bitte noch einmal genauer erklären.
Du musst wissen, dass Johann für die Betreuung der Reisetauben auf dem Schlag „Wolf“ zuständig ist und diese nach unserem altbewährten Versorgungssystem begleitet. Das System hat sich über Jahre etabliert und von diesem wollen wir auch nicht komplett abweichen, deswegen die Teilung.
Ich probiere auf dem Schlag „Fuchs“ gerne etwas aus, so habe ich in den vergangenen 4 Jahren Versorgungssysteme von 4 unterschiedlichen namhaften Firmen ausprobiert. Jedes Mal musste ich noch während der laufenden Saison feststellen, dass die Tauben auf dem Schlag „Wolf“ sowohl in der Spitze als auch in der Preisausbeute den Tauben des „Fuchs“-Schlages voraus waren, sodass ich zum alten System zurückwechselte und ab diesem Zeitpunkt lief alles wieder gut.
Auch 2017 konnte ich meine Finger nicht still halten und habe mir u.a. auf deine Empfehlung hin einen Plan mit Produkten der Firma Röhnfried zusammengestellt.
Nein, das denke ich nicht, die Tauben auf dem von Röhnfried versorgten Schlag „Fuchs“ sind dieses Jahr in allen Bereichen besser gewesen. Zu Beginn der Saison hat die Truppe von Johann noch gut mithalten können. Aber gerade auf den Flügen ab 400 km und mit Gegenwind konnten sich „meine“ absetzen und von den aufgebauten Reserven zehren.
Noch vor Saisonbeginn musste ich die Männchen bremsen, indem ich das tägliche Training reduziert habe, sonst hätte ich bei den kalten Außentemperaturen wohl noch mehr Schiefflieger.
Beim Training machen wir keinen Unterschied zwischen den Schlägen. Da wir alle noch berufstätig sind, fehlt die Zeit, die Tauben zweimal täglich am Haus fliegen zu lassen, deswegen wird alles auf den Abend gelegt. Während die Männchen 60–90 Minuten pro Trainingseinheit absolvieren, kann es sein, dass die Weibchen sogar bis zu 120 Minuten ihr Programm abspulen. Vor der Saison haben wir unsere Tauben 10 x privat weggebracht, was wir während der Saison einmal wöchentlich von 45 km wiederholt haben. Bevor die Trainingsphase richtig begonnen hat, habe ich bei den Tauben eine 7 Tage andauernde Kur mit Hexenbier und Avimycin-Pulver durchgeführt.
Alle Tauben wurden gegen Paramyxo geimpft, und eine Ridzol-Kur wurde während des Brütens durchgeführt. Eine Atemwegskur wird nur durchgeführt, wenn Abstriche und entsprechende Resistenztests positiv ausfallen.
Das Training am Haus war dieses Jahr einmalig. Die Tauben waren bei jedem Training zwischen 50–70 Minuten komplett verschwunden und das über Wochen lang. Und das Wichtigste, sie waren beim Preisflug einfach einige Minuten schneller zuhause. Ich bin der Meinung, dass sich besonders die Gabe von Rotosal am Tag vor dem Einsetzen vor anspruchsvollen Flügen positiv auf die Flugleistung am Wochenende ausgewirkt hat. Auch die regelmäßige Gabe von Carni-Speed und Entrobac während der Woche haben sich positiv auf das Trainingsverhalten ausgewirkt.
Zu Beginn der Woche habe ich das Futter mit Hexenbier angesetzt. Außerdem stand am Sonntag nach dem Flug Moorgold auf der Speisekarte. Zur Wochenmitte habe ich Blitzform eingesetzt, um den Stoffwechsel nochmal so richtig in Schwung zu bringen. Das Trinkwasser unserer Zuchttauben wird regelmäßig mit Avidress-Plus angesäuert, damit sich Trichomonaden und andere Plagegeister nicht ungehindert vermehren.
Unsere aktuellen Leistungsträger gehen auf 4 Ausgangslinien zurück. Die beiden Brüder „B852“ und „Jackpot“ bilden zurzeit die stärkste Linie, aus dem „Jackpot“ fliegen 2017 allein 3 Kinder einen 1. Konkurs und aus seiner Tochter „Luna“ fliegen 6 Kinder 12, 12, 11, 11, 10 und 10 Preise.
Dann gehen 9 weitere Zweistellige auf den super Zucht- und Reisevogel “1218” zurück.
Die Linie des alten „B815“ ist auch noch in vielen Reiseassen vertreten und Einzeltiere von Hardy Krüger veredeln unseren Zuchtbestand.
Ich würde mir einen erfolgreichen Züchter suchen, der seit einigen Jahren gut spielt, am besten sogar noch aus der eigenen Region. Mit ihm kann man dann die wichtigsten Faktoren wie Zuchttauben, Schlaganlage und die Versorgung durchsprechen und Fehlerquellen ausmerzen.
2025
2022
2021
2018
2017
Unser Team vereint einige der erfolgreichsten Taubenzüchter aus Deutschland, Polen, Belgien und den Niederlanden. Mit ihrer Leidenschaft und Expertise setzen sie auf die bewährten Produkte von Röhnfried, um ihre Tauben optimal auf die Wettflüge vorzubereiten. Das Team steht für herausragende Erfolge im Taubensport und teilt regelmäßig wertvolle Tipps und Erfahrungen. Durch den engen Austausch mit den Züchtern entwickeln wir von Röhnfried kontinuierlich innovative Produkte, die die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Tauben fördern. Gemeinsam setzen wir Maßstäbe im modernen Taubensport.
Mit unseren Produkten unterstützen wir Ihre Tiere dabei, in Zucht, Ausstellung und Sport ihre besten Leistungen zu zeigen. Viele unserer Produkte basieren auf natürlichen Rohstoffen, um die Gesundheit und Vitalität Ihrer Tiere bestmöglich zu fördern. In Schleswig-Holstein produzieren wir in unserem eigenem Werk den Großteil unserer Produkte. Mehr Erfolg bei Zucht und Sport
Natürliche Produkte
Eigene Produktion in Deutschland