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03. April 2026

Saison mit Herausforderungen

Für die SG Tim und Uwe Müller war die Saison 2025 insgesamt schwierig. Obwohl er mit einer kleinen, aber gut vorbereiteten Mannschaft an den Start ging und die ersten Flüge mit einem 1. Konkurs, Spitzenplatzierungen sowie sehr guten Prozentzahlen äußerst positiv verliefen, folgte nach dem vierten Preisflug ein unerwarteter Einbruch. Die Tauben kamen am Haus nicht mehr ins richtige Training, wirkten aus der Form geraten und das gesamte Verhalten veränderte sich spürbar. Nach Untersuchungen bei zwei erfahrenen Taubentierärzten wurde ein virales Problem diagnostiziert, das sich mit keinem Medikament behandeln ließ. In Verantwortung gegenüber den Tieren entschied Uwe sich dazu, die Altreise vorzeitig abzubrechen.

 

Zur Saison 2025 hatte Uwe einige Anpassungen vorgenommen. Der Schlag wurde verkleinert, Schiebetüren eingebaut, Fußbodenroste ergänzt und die künstliche Beleuchtung abgeschaltet – Maßnahmen, die für mehr Ruhe und Klarheit im Bestand sorgen sollten. Für 2026 hingegen ist geplant, wieder auf die altbewährte Schlaggestaltung zurückzugehen, da diese sich in den Jahren zuvor deutlich besser bewährt hatte.

 

Bei der Versorgung seiner Tauben setzt Uwe Müller auf ein klares System mit erprobten Röhnfried-Produkten. Auf OptiBreed, Carni-Speed, UsneGano, Avidress, Blitzform, Kräuter-Gemüse-Mix und Standardmineral möchte er keinesfalls verzichten, da sich diese Kombination für Leistung, Vitalität und Regeneration seiner Tauben in allen Jahresabschnitten als zuverlässig erwiesen hat.

 

Stolz ist Uwe vor allem auf die Leistungen der vergangenen Jahre, in denen er durchweg erfolgreich unterwegs war. Einsteiger im Brieftaubensport rät er, sich gezielt Rat bei erfahrenen RV-Kollegen zu holen und sich mit guten Tauben von erfolgreichen Schlägen zu verstärken – statt sich zu verzetteln und zu viele neue Linien auf einmal einzukreuzen.

 

Auf die Entwicklungen im Verband Deutscher Brieftaubenzüchter blickt Uwe dagegen kritisch. Während in den direkten Nachbarländern der Taubensport boomt, erleben wir in Deutschland einen spürbaren Rückgang. Immer neue Reformen ohne klare Verbesserungen tragen aus seiner Sicht dazu bei, dass viele Züchter resignieren und aufgeben.

 

Umso erfreulicher ist, dass seine Tauben auf anderen Schlägen und bei internationalen Rennen weiterhin überzeugen. In Deutschland ebenso wie bei One-Loft-Races im Ausland — unter anderem in Portugal, Polen, England, Ägypten, Katar, China und Dubai — werden regelmäßig hervorragende Ergebnisse erzielt. Besonders aus Portugal und Polen erhält Uwe aktuell starke Erfolgsberichte seiner Linien gegen große Konkurrenzfelder.

12. Dezember 2024

Ein durchwachsenes Taubenjahr

Wie verlief das Jahr aus deiner Sicht?

„Wir haben letztes Jahr, nach 39 Jahren Zugehörigkeit in der alten RV, in eine neue RV gewechselt und sind in diesem Jahr das erste Mal in der RV Fliedetal gereist. Die Lageveränderung führte dazu, dass wir nur ca. 44 km hinter den ersten Züchtern unserer FG liegen. Am Anfang der Saison habe ich versucht, einige Weibchen vom Nest zu reisen, aber das Experiment habe ich sehr schnell wieder eingestellt. Mit den Leistungen der Vögel waren wir zufrieden, denn wir konnten in der RV 1. Vogelmeister werden und auch 2 x 1. Konkurs erringen. Allerdings bleibt ein sehr bitterer Beigeschmack, denn immer wieder gingen Leistungsträger mit zweistelligen Preisen aus den Vorjahren auf „normalen“ Flügen verloren. Darüber hinaus kann man noch erwähnen, dass die Jungtierflüge bei uns selbst einfach nur sehr schlecht verlaufen sind.“

 

Welche Veränderungen hast Du zu im Vergleich zum letzten Jahr vorgenommen?

„Wir haben dieses Jahr erstmalig unsere Reisetauben mit einer „vollen-Trog-Methode“ vom April bis August versorgt. Dazu wurden zu gleichen Teilen Mifuma Energy, Relax und Power-Mix gemischt und ad libitum gefüttert. Bei sehr hohen Temperaturen wurde der Mischung noch etwas Paddyreis und bei weiteren Flügen noch Hanf und Mais zugeführt. Die Tauben fühlten sich damit sehr voluminös an und gefielen mir damit sehr gut. Das werde ich auf jeden Fall beibehalten.“

 

Auf welche drei Produkte möchtest Du auf keinen Fall verzichten?

Blitzform ist bei uns unerlässlich in der Reise, denn das setzen wir jede Woche ein, um die Form der Tauben auf den Höchststand zu bringen. Außerdem ist Carni-Speed für mich vor der Saison besonders wichtig, weil die Tauben damit eine exzellente Flugfreude an den Tag legen. Bei Flügen oberhalb von 400 km geben wir zum Wochenende Rotosal und RO 200ready. Das sorgt für einen Formschub. In der Zucht und bei den Jungen setze ich sehr oft OptiBreed ein, denn so versorgte Jungen wachsen einfach perfekt auf.“

 

Was sind momentan deine Leistungsträger?

„Wir haben in den letzten Jahren versucht, unsere Leistungsträger der Reisemannschaft in die Zucht zu integrieren und das ist auch mit unserem „Chinesen“ und dem „El Cid“ sehr gut gelungen. Diese Vögel werden z.B. mit Weibchen aus absoluten Topfamilien gepaart die z.B. bei der Familie Herbots gekauft werden.“

 


Der „Chinese“ – eine der Zuchtsäulen momentan

25. Januar 2024

Eine gute Saison mit den Alten

Eine kleine Mannschaft mit großartiger Leistung

„Die SG Tim und Uwe Müller startete in die Saison mit einer Mannschaft von etwa 30 Witwern. Obwohl die Erwartungen angesichts dieser kleinen Mannschaft nicht hoch gesteckt waren, hat sich das junge Team hervorragend geschlagen. Das Jahr begann für die “Müllers” mit einer sehr erfolgreichen Zuchtsaison. Die Reisesaison verlief aufgrund der vielen Flüge mit Rückenwind nicht mit der gewohnten Spitze. Bei den Jungtieren war die Form bis zur ersten Preistour herausragend, doch dieser Flug verlief sehr schlecht, weshalb die Teilnahme an der Jungtierreise eingestellt wurde.“

Welche Taubenlinien waren dieses Jahr Eure Leistungsträger?

„Unser bester Vogel dieses Jahres war ein reiner Peeters von Crombruggen. Dieser Vogel flog 13/12 und wurde somit zum besten jährigen Vogel der RV. Weitere herausragende Tauben stammen von unseren beiden As-Vögeln “El Cid” und dem “Chinesen”. Außerdem erhielten wir Verstärkung von der SG Wolf aus Wittenburg, mit der wir jedes Jahr Tauben tauschen. Auch sie konnten in diesem Jahr wieder von unserem Zuchtschlag profitieren.“

Welche Produkte waren in diesem Jahr für Euch besonders wichtig, und wie habt ihr sie eingesetzt?

„Die Versorgung unserer Tauben mit Röhnfried-Produkten spielte das ganze Jahr über eine entscheidende Rolle. Bei den Zuchttauben setzen wir regelmäßig Avidress Plus und Mineraldrink ein. Gleichzeitig reichern wir das Futter immer wieder mit OptiBreed und Topfit an. Auf diese Weise entwickeln sich unsere Jungen hervorragend. Während der Reisesaison verwenden wir täglich Bio-Air-Fresh, das wir direkt auf die Zellensitzbretter der Witwer sprühen. In der Mauser setzen wir voll auf die methioninhaltigen Produkte Hessechol und Taubengold. Züchter, die uns nach der Mauser besuchen, sind immer wieder von dem seidigen Gefieder unserer Tauben begeistert, was unser Vorgehen voll und ganz bestätigt.“

Welche Flüge sind euch in diesem Jahr besonders gut im Gedächtnis geblieben und warum?

„Der erste Flug verlief mit 5/26 Preisen nicht zufriedenstellend. Wir hatten zuvor einen extrem schlecht verlaufenden privaten Trainingsflug durchgeführt und vermuten, dass die Tauben dadurch verunsichert waren. Die Flüge am Falkenburg mit 18/25 und in Plattling, mit 13/16 Preisen sowie die Gesamtreiseleistung von 49,7 % stimmen uns hoffnungsvoll für die nächste Saison.“

Was ratet ihr Sportfreunden, die gerade erst mit dem Hobby angefangen haben?

„Haltet Euch eine überschaubare Taubenzahl und erwerbt neue Tauben nur von Schlägen, die sich als gut-reisende erwiesen haben. Der Schlag sollte Euch bei der Betreuung der Tauben unterstützen und mit Ratschlägen zur Seite stehen.“

16. Januar 2023

Tim & Uwe Müller

Uwe, wie lautet Dein Fazit zur Saison 2022?

„Mit der Alttierreise sind wir absolut zufrieden. Wir konnten in unserer RV Nidda den Titel des RV-Meisters erringen und hatten einige sehr gute Flüge dabei. Leider hat es in diesem Jahr mit den Jungtauben nicht funktioniert. Wir hoffen aber trotzdem, dass wir für das nächste Jahr einige gute Jährige dabeihaben. Wir gehen jedenfalls wie immer optimistisch in die neue Saison.“

Welche Veränderungen gab es?

„Wir haben in dieser Saison erstmalig auch mit Weibchen gespielt. Aber aus verschiedensten Gründen haben wir damit nach dem 6. Preisflug wieder aufgehört. Aus der gewonnenen Erfahrung sind wir zu dem Entschluss gekommen, 2023 nur noch mit Vögeln an der Reise teilzunehmen. Wir werden auch mit einem kleineren Reisebestand in die Saison 2023 starten.“

Wie sah in diesem Jahr Euer privates Training mit den Alttauben aus?

„Aus zeitlichen Gründen haben wir in diesem Jahr keine privaten Trainingsflüge durchgeführt. Weder vor der Saison noch zwischen den einzelnen Preisflügen.“

Welche Produkte von Röhnfried sind Euch besonders wichtig?

„Unser Schlagmanagement basiert 365 Tage im Jahr auf den Produkten von Röhnfried. Aber auch wir haben einige Favoriten. Hierzu zählt, gerade in der Reise, Blitzform, auf das wir auf keinen Fall verzichten möchten. Durch Blitzform kommen unsere Tauben noch schneller sichtbar in Form.

Bei den Jungtauben halten wir Avitestin für ein Top-Produkt. Avitestin unterstützt die Darmgesundheit und vermindert dadurch das Infektionsrisiko.

In der Mauser setzen wir besonders gerne in der Woche mehrtägig Taubengold ein. Durch die ausgewogenen Inhaltsstoffe erreichen wir bei unseren Tauben eine perfekte Mauser. Nichts ist uns wichtiger, als ein superweiches Gefieder für die neue Saison!

In der Zuchtvorbereitung und anschließend auch während der Aufzucht der Jungtauben ist OptiBreed unsere klare Nummer Eins. Die Jungtauben entwickeln sich außergewöhnlich gut und damit ist die Basis für einen fantastischen Jungtierjahrgang geschaffen.

Was bleibt in Erinnerung von der Saison 2022?

„Der Flug am 15. Mai ab Hemau war schon ein absolutes Highlight. Hier machten wir in der Fluggemeinschaft gegen 1116 Tauben mit zwei Jährigen zwei Erste. Von 38 Tauben machten 20 einen Preis, davon sind acht Preise über 95 As-Punkte, und das sogar in der Regionalgruppe gegen 3221 Tauben.

Zwei Vögel haben in diesem Jahr besonders geglänzt. Das ist einmal der „146“. Er fliegt bei 14 Flügen 13 Preise mit 1070 As-Punkten und wird elftbester Altvogel von Hessen. Als Jähriger zeigte sich besonders der „21-513“. Er wurde von der SG Wolf aus Wittenburg gezüchtet und wird fünftbester Jähriger von Hessen mit elf Preisen und 837 As-Punkten.“

Erfolge 2022

  • 1. RV-Meister
  • Bester Altvogel der RV
  • 1. RV-Jährigenmeister
  • Bester Jähriger Vogel der RV
  • 2. Regionalverbands-Vogelmeister
11. Januar 2021

Eine starke Saison mit kleiner Mannschaft

Reisesaison 2020

„Wir sind eigentlich immer zufrieden, allerdings war es dieses Jahr durch Corona und schlechtes Wetter in Bayern und Österreich schon recht schwierig. Leider mussten wir auch häufig zurückfahren oder mit dem Kabi stehen bleiben.

Unsere alten Reisetauben haben eine super Saison hingelegt, unsere Jährigen allerdings sind ab dem sechsten Flug völlig aus dem Tritt geraten. Selbst ein Besuch bei unserem Tierarzt brachte keine Erkenntnisse, geschweige denn eine Verbesserung.

Mit unserer Jungtiersaison waren wir nicht zufrieden. Unsere Jungen haben wir im Mai mit dem dreifachen Impfstoff Pharmavac PHA von Dr. Hesse geimpft und dann nochmals im August gegen den Rotavirus. Drei Wochen später haben unsere Jungtauben die JTK bekommen und wir haben sie die ganze Saison nicht mehr richtig hinbekommen. Die Konsequenz war, dass wir den Endflug nicht mehr gesetzt haben.

Besonders gut verlief dieses Jahr unsere Zuchtperiode. Wir hatten keinerlei Probleme und eine Befruchtungsrate von fast 100%. Hier verfolgen wir schon seit Jahren unser Zuchtschema mit den bewährten Röhnfried Produkten. Besonders erwähnen möchte ich hierbei OptiBreed und natürlich auch E50, Pavivac, Bierhefe und Blitzform. Mit diesen Produkten gelingt uns jedes Jahr eine hervorragende Zuchtsaison.“

Veränderungen 2020

„Wir haben während der Altreise vermehrt Rotosal eingesetzt, dies geschah an manchen Flügen bis zu vier Mahlzeiten. Ganz neu im Versorgungsprogramm waren die Gold-Proteindragees, die wir immer nach dem Trennen unseren Witwer gegeben haben. Somit konnten wir den Tauben sehr gezielt und zeitnah Eiweiß zuführen. Vor den 400km Flügen haben unsere Witwer beim Einsetzen immer die Flugfit Dragees bekommen.

Die Neuerungen in unserem Röhnfried System haben dazu geführt, dass wir unsere Tauben noch besser vorbereitet zum nächsten Flug an den Start bringen konnten.“

Aktuelle Leistungsträger

„Eine besondere Erwähnung verdient der „Victor-351“. Dieser Vogel fliegt mit neun Preisen über 810 As-Punkte.

Nach wie vor kommen die Besten aus unserer alten Louis-618 Linie. In diesem Jahr konnten sich allerdings auch einige Kreuzungen mit der SG Wolf herauskristallisieren. In diesem Jahr haben wir mit dem belgischen Spitzenschlag Surinx-Peeters einige Junge getauscht. Wie sie sich nächstes Jahr schlagen werden, erfahrt ihr im nächsten Courier.

Unsere zwei besten Flüge waren einmal Waizenkirchen 411 km und Markesdorf 523 km. Auf beiden Flügen flogen wir einen hohen Prozentsatz mit absoluten Spitzenplatzierungen.“

Veränderungen 2021

„Ändern ist vielleicht das falsche Wort, ergänzen würde schon besser passen. Wir wollen unser Röhnfried-System immer wieder verbessern und mit Mifuma Futter unser System perfektionieren.

Besonders positiv zu erwähnen in diesem Jahr ist ganz klar OptiBreed für die Zucht und Rotosal für die Reise, was wir weiterhin einsetzen wollen.“

Jungtierflüge

„Wir bekommen unsere Jungtauben sehr gut ans Fliegen, wenn wir mit der Fütterung von Mifuma Fitness beginnen. Allerdings ist bei den Jungen das allerwichtigste eine top Gesundheit. Ohne die geht nichts.“

Impfungen

„Wir impfen immer gegen Paratyphus, Pocken und Paramyxo. Im nächsten Jahr werden wir unsere Jungtauben erstmalig zweimal gegen den Rotavirus impfen.“

Was wollt ihr unseren Lesern noch mitteilen?

„Jeder Züchter sollte mit seinen Tauben Geduld haben und nicht gleich beim ersten schlechten Ergebnis die Flinte ins Korn werfen. Wichtig ist auch, dass man immer zuerst bei sich selber nach den Ursachen einer schlechten Saison sucht. Nur dann kann man wirklich besser werden.“

26. Oktober 2018

Spitzenzüchter aus dem Vogelsberg

Die Schlaggemeinschaft Tim und Uwe Müller aus Herbstein im Vogelsberg ist eine der Konstanten im Röhnfried Courier. Zeigt man doch seit Jahren super Reiseleistungen und ist zum anderen mit einer großen Fachkenntnis bezüglich der sachgerechten Taubenversorgung ausgestattet. Vater und Sohn sind bekannte Gesichter auf dem Röhnfried Messestand und schon viele Züchter im In- und Ausland haben aufgrund der zahlreichen Tipps von Tim und Uwe zu besseren Reiseleistungen gefunden. Genügend Gründe, die beiden sympathischen Züchter näher vorzustellen.

Die Saison 2018

„Die Rahmenbedingungen für das Reisejahr 2018 mit seiner sehr stabilen Ostwetterlage waren alles andere, als günstig für die SG Müller.

Hat man doch innerhalb der RV Nidda eine der östlichsten Lagen. Insgesamt konnten trotzdem drei erste Konkurse sowie zwei weitere erste Konkurse auf der Jährigenreise erreicht werden. Glanzlicht war der Regionalgruppensieg beim 500-Kilometer Flug ab St. Pölten gegen 83 Züchter und 1.670 Tauben.

Aufgrund der oben beschriebenen äußeren Rahmenbedingungen sind Tim und Uwe mit den Ergebnissen der Saison 2018 sehr zufrieden. Eine Auflistung der Erfolge 2018 ist am Ende des Artikels zu finden. Der 600 Kilometer Flug konnte – wie vielerorts – aufgrund der extremen Hitze an dem dafür vorgesehenen Wochenende nicht durchgeführt werden.“

Die Tauben

„Star des Schlages Müller im Reisejahr 2018 war der 01078-15-293 (El Cid). 2018 flog er bei 13 Einsätzen 13 Preise mit 976,24 As Punkten. 2017 wurde er zwölftbester Vogel in Hessen. Vater dieses Ausnahmevogels ist der Stammvogel Louis, der mit verschiedenen Weibchen hervorragende Nachzucht bringt.

Der 01078-16-102 (Pancho) flog 2018 12 Preise mit 894,71 As Punkten sowie einem ersten Konkurs von Plattling. Sein Reisejahr 2017 war ebenfalls von absoluten Spitzenpreisen geprägt. Hier konnte er u. a. mit 5 ersten Konkursen in der „Jährigenliste“ der RV besonders glänzen. Vater des 102 ist ein originaler Leo Heremans, Mutter ist die „Helene“, welche ihrerseits bereits 12 Preise flog und laut Tim eine „Spitzenfliegerin par excellence“ ist. Die „Helene“ ist eine Raeymaekers-Nachzucht aus Belgien.

Ein weiterer Topper 2018 war der Chinese (CHN-15-0089372). Er erzielte mit 11 Preisen 848,57 As Punkte. Sein Vater ist ein Original Peeters van Crombruggen Vogel und seine Mutter ist eine Tochter der Stammtäubin 1848 (Micheline).“

Der Taubenschlag

„Oberhalb der Schreinerwerkstatt haben die Müllers ein Taubenparadies geschaffen. Der Innenausbau erfolgte aus Vollholz, was sich positiv auf den Feuchtigkeitshaushalt im Schlag auswirkt. Neben der Wärme aus der geheizten Schreinerwerkstatt können bei feuchter Witterung oder nach Flügen, bei denen die Tauben nass geworden sind, zusätzliche Wärmewellenheizungen das Schlagklima positiv beeinflussen. Auch im Witwerschlag befinden sich neben den Zellen viele Nischen und Sitzgelegenheiten. Hiermit soll das Territorialverhalten der Witwer gestärkt werden. Die Be- und Entlüftung der nach Süden ausgerichteten Schläge erfolgt ausschließlich über den Dachbereich und die Ausflüge. Hier wurde baulich darauf geachtet, dass keine Zugluft entstehen kann. Zusätzlich wurde die nach Norden ausgerichtete Dachhälfte gegen Kälte isoliert. Auch im Jungtierschlag ist diese Bauart erkennbar. Ergänzt werden die Räumlichkeiten über der Werkstatt durch Einzelabteile für besondere Zuchtvögel. Im Garten befindet sich zudem eine neue Zuchtvoliere, in der der Großteil der Zuchttauben untergebracht ist.“

Die Zucht

„Die Zuchttauben werden im Dezember angepaart. Insgesamt sorgen 22 Paare für Nachwuchs. Davon werden sieben Paare in Einzelboxen untergebracht. Die Witwer werden trocken gespielt und demzufolge später (Mitte März) angepaart. Man lässt sie überbrüten, da nach Meinung der Züchter der nicht gefütterte Kropfschleim mit seinem hohen Eiweißgehalt formsteigernd wirkt. Trotzdem sollen die Witwer 2019 erstmals Jungtiere aufziehen. Für den Eigenbedarf werden 80 – 100 Jungtauben abgesetzt. Außerdem holt man sich in jedem Frühjahr von einigen Spitzenzüchtern in Deutschland, Belgien oder Holland 8-10 Junge hinzu und testet diese intensiv auf der Reise.“

Das System

„Bei den Alttauben wird Witwerschaft mit Vögeln gespielt. Im Jahr 2018 wurden zu Reisebeginn 49 Tauben gesetzt. Die Jungtiere wurden vom Brettchen gespielt, nicht verdunkelt, jedoch belichtet und auch nicht nach Geschlechtern getrennt. Die Jungtierreise wurde mit 88 Tauben begonnen.

Der erste Freiflug erfolgte aufgrund des rauen Klimas im Vogelsberg erst gegen Mitte März. Vor der Saison wurden die Alttauben 4-5 Mal und die Jungtauben 6-10 Mal privat auf Entfernungen bis 30 km vortrainiert. Auf Zwischenflüge wurde komplett verzichtet. Lediglich wenn sich die Tauben auf einem Preisflug sehr schwer getan haben, wurde ein Zwischenflug von 10 km eingelegt, um das Selbstbewusstsein der Tiere zu fördern. Die Vögel der SG Müller trainieren morgens für rund 1 Std. Wobei die Versorgung aufgrund der Arbeitsbelastung in der Schreinerei sehr unregelmäßig erfolgt. Der Reiseleistung tat und tut das keinen Abbruch.

Nach der Ankunft werden die Tauben nach ca. zwei Stunden getrennt. Es kommt im Saisonverlauf auch vor, dass das Züchterduo die Partner über Nacht zusammen lässt, um die Paarbindung zu stärken. Auch kann es sein, dass man im Rahmen des Freiflugs einige Weibchen zu den Witwern lässt. Badetag ist grundsätzlich am Einsatztag. Eine zusätzliche Motivation der Tauben erscheint den Züchtern nicht erforderlich. Vielmehr legt man Wert auf eine besondere Beziehung zwischen Mensch und Tier. Hier in Herbstein ist man der festen Überzeugung, dass ein enger Kontakt zwischen Züchter und Taube einen wesentlichen Bestandteil der Motivation darstellt.“

„Viel züchten, hart selektieren“, lautet das Motto der SG Müller. Vater und Sohn sind sich einig: „Auch eine Taube mit zweistelliger Preisausbeute muss weichen, wenn sie wenig AS-Punkte erringt.“ Die SG verlangt von einer „guten Reisetaube“, dass sie sich in 75 % ihrer Einsätze im ersten Viertel der Preisliste einreiht. So bewahrt man sich ein hohes Leistungsniveau. Die Jungvögel werden hingegen komplett in die Reisemannschaft übernommen.“

Die Versorgung

„Gefüttert wird in der Reisesaison über die gesamte Woche eine Mischung aus sechs bis acht Futtersorten. Hierbei haben die Firmen Mifuma und Betz das Vertrauen der Müllers. „Regeneration“, „Trumpf“, „Superkraft“, „Protein Power“, „Power Mix“ sowie einzelne Saaten werden nach Gefühl gemischt. „Aktiv Perle“ und „Immunperle“ werden zusätzlich ergänzt. Ab der zweiten Saisonhälfte wird der Anteil der energiereichen Futtersorten erhöht. Täglich wird dem Futter etwas Hanf beigemischt. Ebenso ist täglich frischer Grit aus dem Hause Röhnfried selbstverständlich. Nüsse werden zum „Spielen“ verwandt.

„In den Wintermonaten bekommen die Tauben die Natur zu spüren. Hin und wieder geben wir Oxyzell Kräuterhefe und Kräuter-Mix, UsneGano oder Hexenbier. Ins Wasser bekommen sie ständig Avidress Plus“, berichtet Uwe über die Zeit, in der die Tiere den Schlag nur in die Voliere verlassen können. „Durch die Gabe von Avidress bleibt die Keimbelastung in der Tränke quasi bei „0“. So setzt sich jede Taube für sich mit „ihrem eigenen Immunsystem“ auseinander, ohne dass weitere Tiere über das Trinkwasser angesteckt werden können, falls doch einmal eine Keimbelastung im Bestand auftreten sollte. UsneGano vereint die positiven Eigenschaften der Bartflechte und Oregano. Es ist sehr wohltuend, sowohl für die Verdauung, als auch für die oberen Luftwege. Ein herrliches Produkt auf ganz natürlicher Basis. Das Hexenbier könnte in der Tat von einer echten „Kräuterhexe“ gebraut sein: Zwiebeln, Honig, Propolis, Echinacea, Holundersaft, Bartflechte und Knoblauch sorgen für ein tolles Gefieder (besonders in der Mauserzeit zu empfehlen), rosa Brustfleisch und weiße Nasenwarzen.“

„Vor dem ersten Preisflug wird an sieben Tagen eine Mischung aus Atemfrei und Avimycin über das Futter gegeben, um die Atemwege zu entlasten. Und mit Beginn des Freiflugs ergänzt Carni-Speed die tägliche Tränke. Am Ankunftstag und ggf. am Tag vor dem Einsetzen befinden sich Bt-Amin, Rotosal und Elektrolyt 3Plus im Wasser. Am zweiten Tag nach der Heimkehr stehen Hessechol und UsneGano auf dem Plan. K+K Protein 3000 (Eiweiß) am Wochenanfang und Blitzform zur Wochenmitte sind ebenfalls Kernbestandteile des Versorgungsplans. Zudem wurde der Futterplan 2018 um Pavifac-Spezialbierhefe sowie Oxyzell Kräuterhefe flüssig ergänzt.“

Gesundheitliche Versorgung und Vorsorge

„Die Schlaghygiene ist nach Ansicht von Tim das A und O. Der Infektionsdruck sollte während der Saison so gering, wie nur möglich gehalten werden. Zu Beginn der Saison werden die Schläge ausgewaschen, mit Desinfektion Pro desinfiziert und nach dem Trocknen mit Avibac-Stabilizer benebelt. Darüber hinaus werden die Witwerschläge im Zweiwochenrhythmus ausgebrannt und danach ebenfalls mit Avibac benebelt. Bei heißem Wetter erfolgt der Einsatz von Avibac auch während der Woche. Die Reinigungsgeräte werden täglich desinfiziert.

Pro forma werden die Tiere in jedem Jahr Ende Januar bei Dr. Warzecha und während der Saison im Dreiwochenrhythmus in der Geflügelklinik in Gießen untersucht. Medikamente werden ausschließlich in Abstimmung mit dem jeweils behandelnden Tierarzt gegeben. Der „Impfkalender“ der Alttiere sieht im November die Impfung gegen Paramyxovirose vor, im Februar folgt die Paratyphus-Impfung und gegen Pocken wird vor den ersten Trainingsflügen Anfang März geimpft.“

Schlusswort vom Spitzenzüchter Uwe Müller

„Ich möchte noch einmal einige Worte über die Saison 2018 verlieren. Diese war von sehr warmen Temperaturen und östlichen Winden geprägt (die Natur ist nicht zu beeinflussen). Wenn man da kein perfektes Versorgungsprogramm hat, welches die Tauben auf ein sehr hohes Level der Grundgesundheit führt, brechen alle Dämme. Wir sind der Meinung, dass Röhnfried in Sachen Beiprodukte ein hohes Maß dazu beigetragen hat, damit solche Leistungen von den Tauben abverlangt werden können. Die Qualität der Produkte im Hause Röhnfried ist einzigartig und unerreicht!“

Übersicht über alle Erfolge 2018 der SG Tim und Uwe Müller

  • 1. RV-Meisterschaft 57 Preise und 3.951,45 AS-Punkte
  • 1. Bester RV-Vogel 13/13 Preise mit 976,24 AS-Punkten
  • 2. Bester RV-Vogel 13/12 Preise mit 894,71 AS-Punkten
  • 6. Bester RV-Vogel 13/11 Preise mit 848,57 AS-Punkten
  • 1. RV Männchenmeister 57 Preise und 3.951,45 AS-Punkten
  • 1. RV-Kellermeier EDV Meisterschaft 3.707,44 AS-Punkte und 44 Preise
  • 1. RV-Verbandsmeisterschaft 30 Preise und 2.545,84 AS-Punkte
  • 1. Verbandsjährigen Meisterschaft 13 Preise und 815,91 AS-Punkte
  • 1. Meisterschaft die Brieftaube 40 Preise und 3.355,75 AS-Punkte
  • 1. Klinik Cup 29 Preise und 1.873,77 AS-Punkte
  • 1. AS-Vogel des Verbandes 4 Preise und 341,58 AS-Punkte
  • 2. RV-Jährigen Meister 49 Preise und 2.894,17 AS-Punkte
  • 3. Bester RV-Jähriger Vogel 13/11 Preise mit 668,03 AS-Punkte
  • 4. Bester RV-Jähriger Vogel 13/11 Preise mit 655,03 AS-Punkte
  • 3. Regionalverbandsmeister mit 20 Preise und 1.381,45 AS-Punkte
  • 3. Regionalverbands Vogelmeister mit 15 Preise und 1.101,52 AS-Punkte
  • 6. Regionalverbands Jährigenmeister mit 12 Preise und 888,59 AS-Punkte
  • 6. Bester Vogel des Regionalverbandes mit 5 Preisen und 421,56 AS-Punkte
  • Ein Regionalgruppensieg auf St. Pölten 530 km gegen 1.670 Tauben!
  • 3 mal 1. Konkurs
20. Oktober 2017

Geballte Männerkraft bei den Müllers

Etwa 100 km nordöstlich der Metropole Frankfurt am Main liegt Herbstein. Dort teilen sich knapp 5.000 Einwohner eine Fläche von etwa 8.000 ha. Es handelt sich also um eine beschauliche Kleinstadt, eingebettet im Vogelsbergkreis. Eine von zwei Partnerstädten ist übrigens das belgische Ranst, das alljährlich im Februar so etwas wie eine Pilgerstätte für uns Brieftaubenzüchter ist. Nämlich immer dann, wenn die große belgische Brieftaubenzeitschrift „De Duif“ zur Siegerehrung und „Party“ lädt. Eine Taubenzüchterparty, die Ihresgleichen sucht: Livemusik, Polonäsen, Tanz und Rang & Namen an Prominenz aus der „Taubenwelt“… Aber zurück zum Thema: „Männerkraft und was sie mit den Müllers zu tun hat“:

Je nach Verlauf der Jungtierreise gehen zu Saisonbeginn 35 – 40 Vögel bei den Müllers an den Start. Es werden im Prinzip alle Jungvögel, die ihre erste Saison erfolgreich meistern, in die Mannschaft der Alten und Jährigen übernommen. Eine Selektion nach Reiseleistung erfolgt erst nach der Jährigenreise.

Im Großen und Ganzen sind Tim und Uwe mit den Ergebnissen der Saison 2017 zufrieden. 7 erste Konkurse sprechen für sich. In der RV und auch in den Hessenmeisterschaften gelangen erneut Topplatzierungen. Die 13 besten Vögel der SG fliegen zusammen 131 Preise! Um auch im Regionalverband ganz vorn mitzuspielen, fehlte den beiden in der vergangenen Saison das „Quäntchen Glück“ beim Kreuzen. Eine Auflistung der Erfolge 2017 ist am Ende des Artikels zu finden.

Leistungsträger und wie sie „gefunden“ werden

8. Bester Vogel Hessens, der 1078-15-207, ist mütterlicherseits Enkel des Stammvogels 618 „Louis“, der Vater des „207“ ist ein Original Leo Heremans. Ein Onkel mütterlicherseits des „207“ ist wiederum der 1078-15-293, er wird 2017 als direkter Sohn des „Louis“ der 12. Beste Vogel Hessens. Der Zuchtwert des „Louis“ wird durch diese Vögel umso deutlicher, wenn man anmerkt, dass in der „Hessenmeisterschaft“ 5700 Züchter aus 61 RVen konkurrieren.

Der Jährige „102“ ist mit seinen 5 ersten Konkursen in der „Jährigenliste“ der RV besonders herauszuheben. Die Jährigenliste ist eine gesonderte RV-interne Preisliste, in der ausschließlich die jährigen Vögel und Weibchen miteinander konkurrieren. Nach Ansicht von Tim und Uwe „eine klasse Sache mit modernem Charakter.“ Vater des „102“ ist ein Originaler Leo Heremans, Mutter ist die „Helene“, welche ihrerseits bereits 12 Preise flog und laut Tim eine „Spitzenfliegerin par excellence“ ist. Die „Helene“ ist eine Nachzucht aus Raeymaekers aus Belgien.

Die Reisemannschaft stammt zu 100% aus dem Zuchtschlag. Die Witwer werden trocken gespielt und ziehen keine Jungen. Jährlich holen Tim und Uwe auch Tauben anderer erfolgversprechender Züchter und Linien auf ihren Schlag: „Wir versuchen jedes Jahr sehr gute Tauben in unseren Stamm einzukreuzen. Diese werden aber aktuell zuerst in der Jungreise getestet.“ Die Saison der Jungtauben 2017 bestritten die Müllers unter anderem mit Tauben von Albert Derwa (Belgien), Dirk Huizinga (Holland WHZB 2015), Emiel Raeymaekers (Belgien) sowie von Frederik Wolf (Hamburg).

„Es wird sehr hart selektiert und zwar nur nach Spitze“, so beschreibt es Uwe. Vater und Sohn sind sich einig: „Auch eine Taube mit zweistelliger Preisausbeute muss weichen, wenn sie wenig AS-Punkte erringt.“ Die SG verlangt von einer „guten Reisetaube“, dass sie sich in 75 % ihrer Einsätze im ersten Viertel der Preisliste einreiht. Zur Motivationssteigerung achten Tim und Uwe darauf, dass der Schlag weder über- noch unterbesetzt ist. Es sollte eine gewisse „Rivalität“ auf dem Schlag unter den Reisevögeln herrschen. „Mit anderen Tricks sind wir in der Vergangenheit baden gegangen, deshalb unser Motto: „Never change a winning team“.

Gesundheitsmanagement

Die Schlaghygiene ist nach Ansicht von Tim das A&O. Der Infektionsdruck sollte während der Saison so gering wie nur möglich gehalten werden. Dennoch erkrankten die Müllervögel nach dem achten Preisflug. Die Krankheit („Jungtierkrankheit“) wurde durch Herrn Warzecha diagnostiziert und in Zusammenarbeit mit ihm behoben.

Pro forma werden die Tiere jährlich Ende Januar bei Dr. Warzecha und während der Saison im Dreiwochenrhythmus in der Geflügelklinik in Gießen untersucht. Medikamente werden ausschließlich in Abstimmung mit dem jeweils behandelnden Tierarzt gegeben. Der „Impfkalender“ der Alttiere sieht im November die Impfung gegen Paramyxovirose vor, im Februar folgt die Paratyphus-Impfung und gegen Pocken wird Anfang März vor den ersten Trainingsflügen geimpft.

„In den Wintermonaten bekommen die Tauben die Natur zu spüren. Hin und wieder geben wir Kräuterhefe und Kräutermix, UsneGano oder Hexenbier. Ins Wasser bekommen sie ständig Avidress“, so berichtet Uwe über die Zeit, in der die Tiere den Schlag nur in die Voliere verlassen können. Durch die Gabe von Avidress bleibt die Keimbelastung in der Tränke quasi bei „0“. So setzt sich jede Taube für sich mit „ihrem eigenen Immunsystem“ auseinander, ohne dass weitere Tiere über das Trinkwasser angesteckt werden können, falls doch einmal eine Keimbelastung im Bestand auftreten sollte. UsneGano vereint die positiven Eigenschaften der Bartflechte sowie Oregano. Es ist sehr wohltuend sowohl für die Verdauung als auch für die oberen Luftwege – ein herrliches Produkt auf ganz natürlicher Basis. Das Hexenbier könnte in der Tat von einer echten „Kräuterhexe“ gebraut sein: Zwiebeln, Honig, Propolis, Echinacea, Holundersaft, Bartflechte und Knoblauch sorgen für ein tolles Gefieder (besonders in der Mauserzeit zu empfehlen), rosa Brustfleisch und weiße Nasenwarzen.

Tipps und Stellschrauben für starke Ergebnisse

Der Grundstein für sportliche Erfolge ist nach Ansicht der Müllers ein funktionierender Schlag. Eine optimale Be- und Entlüftung des Schlages in Kombination mit viel Licht sind hierbei die Hauptfaktoren, auf die geachtet werden sollte. „Viele Wege können dabei zum Erfolg führen“. Es gebe nach Ansicht von Uwe kein „Rezept für DEN EINEN Idealschlag“, vielmehr sei es die Anpassung an äußere Bedingungen unter Berücksichtigung der genannten Faktoren „Licht und Luft“. Ein schlagfremder Züchter könnte zu Rate gezogen werden und das Schlagklima beurteilen, denn das beuge einer gewissen „Betriebsblindheit“ für den eigenen Schlag vor.

Versorgt werden die Tauben größtenteils mit Produkten aus dem Hause Röhnfried in Verbindung mit Futter von Mifuma. Eine Kombination, die hervorragend zusammenpasst. Bei der Versorgung ist darauf zu achten, dass die Tauben „genau das bekommen, was sie gerade benötigen“, stellt Tim fest. Mit den Röhnfriedprodukten weiß man um die Konzentration auf natürliche Bestandteile und die Zielstrebigkeit auf die Gesundheit der Tiere. „Wichtig ist weniger der Name auf der Verpackung, als vielmehr ein schlüssiges Konzept, was der Züchter auch sinnvoll anwenden kann“, merkt Uwe an.

Im November wird eine Art „Jahresplan“ erstellt, der so streng wie nur möglich verfolgt wird. Ein dazugehöriger Versorgungsplan, der den Kern des Konzeptes darstellt, hängt im Sichtfeld des Schlages, sodass er nicht aus den Augen verloren werden kann.

Jungtaubenspiel

„Das Jungtaubenspiel betreiben wir im Allgemeinen recht cool, ohne großen Aufwand.“ Ein Plan zur Versorgung und zum Management mit den Jungen wird dennoch erstellt und bestmöglich verfolgt. Wichtig ist, dass die von der RV angebotenen Flüge wahrgenommen werden, um die Jungen so oft wie möglich im Kabi zu schicken. Nur so sammeln sie Erfahrungen auf Wettkampfniveau und bekommen die nötige Routine für die Jährigen- und Alttierflüge.

Im Falle einer ausbrechenden Jungtierkrankheit geht die SG Müller wie folgt vor: Sobald die Jungen anfangen schlechter zu verdauen, wird eine Kombination aus Hexenbier X Immunbuster X Jungtierpulver verabreicht. Die Jungen werden über zwei Tage mit einem strengen Diätprogramm versorgt. Ab dem dritten Tag bekommen sie wieder etwas mehr Futter (überwiegend Haferflocken), welches wir mit der Kombi Hexenbier X Immunbuster X Jungtierpulver anreichern. „Auch andere Züchter wenden diesen Plan nach unserer Empfehlung an und fahren gut damit. So bekämpfen wir die JTK ganz ohne Medikamente“, berichtet Uwe mit stolzem Lächeln.

Sind die Tauben gesund, werden sie auch gespielt. Nach Ankunft vom Preisflug erhalten die Jungen zunächst klares Wasser. Nach etwa ein bis zwei Stunden „Beruhigungszeit“ wird gutes Reisefutter gemischt mit ca 10% Hanf gegeben. Uwe hält es für essentiell, dass den Jungen nach Ankunft nicht sofort Futter zur Verfügung steht. Er vergleicht es mit seinem eigenen Gemütszustand nach einem Fußballspiel: „Ich möchte nach dem Spiel auch nicht gleich ein Schnitzel essen, das schlägt mir doch sonst auch auf den Magen.“

Unter der Woche werden die Jungen mit eher leichtem, eiweißarmem Futter versorgt. Um den Eiweißbedarf zu decken, bekommen sie K+K Protein 3000. Zusätzlich gibt es noch 2 bis 3 Mal pro Woche Rotosal übers Wasser, was den Stoffwechsel anregt und die Flugfreude beim Training fördert. „Donnerstags kommt noch Blitzform in die Tränke und damit wärs das auch an Zusatzprodukten neben Avidress“, erläutert Tim die Versorgung der Jungen.

Tim und Uwe Müller, eine erfolgreiche Schlaggemeinschaft, die mit verhältnismäßig wenig Tauben großartige Leistungen erringen! Uwe merkt zum Schluss den zum Teil unsportlichen Umgangston der Züchterschaft untereinander an. Er ist der Meinung, dass „sportlich erfolgreiche Züchter den Züchtern mit weniger Erfahrungen unter die Arme greifen sollten“. Es sollte selbstverständlich sein, dass junge und unerfahrene Züchter sich Hilfe und Unterstützung bei „den besseren“ einholen können. Das alles möchte bitte auch ohne „Neid und Hochmut“ vonstatten gehen können. „Fair Play“ ist eine Tugend, die dem Brieftaubensport an der einen oder anderen Stelle aus den Augen geglitten sein könnte.

28. Oktober 2016

Ein Seuchenjahr 2016

So oder so ähnlich könnte man das Brieftaubenjahr bei den Sportfreunden der SG Tim und Uwe Müller aus Herbstein beschreiben. Ich gehe noch einen Schritt weiter: Der Taubensport kann nicht nur Schattenseiten haben, sondern auch richtig schmerzhaft sein. Unser Züchtergespann ist aus den Reportagen der letzten Jahre allen in Deutschland bestens bekannt. Im letzten Jahr (2015) flogen 15 ihrer besten Witwer sage und schreibe 167 Preise!!!! Doch was war in diesem Jahr? Was ist passiert? Was nun kommt, dürfte einigen Züchterfreunden bekannt vorkommen, und ja, es trifft auch die Topspieler in Deutschland.

Es sollte ein ganz normales Flugjahr werden, aber es kam anders. Doch der Reihe nach. Mit 50 Witwern wollte die SG Tim und Uwe Müller die neue Saison 2016 starten. Nachdem die Tauben eigentlich gut durch den Winter gekommen waren und die Saisonvorbereitung in vollem Gange war, stand der jährliche Besuch bei einem spezialisierten Tierarzt (Marien) an. Die Tauben sind in einem Topzustand, so die Diagnose vom Fachmann. Der Vorbereitung sollte damit also nichts im Wege stehen und so wurde natürlich am erfolgreichen System der Vorjahre nicht gerüttelt. Der Anpaarungstermin wurde wieder so gewählt, dass die Tauben überbrüten und ab dem 2. Vorflug die Witwerschaft beginnt.

Doch so groß die Vorfreude auch war, wurde die Euphorie langsam gebremst. Die Tauben kamen augenscheinlich nicht so richtig in Schwung. Bis schließlich Tim meinte: „Vadder, die Vögel kommen nicht richtig in Tritt.“ War es das kalte und nasse Frühjahr? War es dem schlechten Training geschuldet, das wegen des ständigen Wetterwechsels nicht wie gewohnt durchgeführt werden konnte?

Auch die ersten Preisflüge waren schließlich nicht wie gewohnt. Die Leistung der vergangenen Jahre konnte nicht gezeigt werden. Die gleichen Tauben, die 2015 überragend geflogen waren, waren plötzlich nicht im Stande, ordentlich zu konkurrieren. Doch was macht ein Vollblut-Taubenzüchter? Klar, es wird weiter gekämpft um jeden Preis. Bis Mitte Mai – ein Trainingsflug sollte nun endgültig Gewissheit bringen. Das Ergebnis: Bei einem Auflass aus 60 km Entfernung kamen 18 Vögel bis abends nicht zurück und trudelten erst am anderen Morgen nach und nach ein. Nach einer kurzen Kur für die Atemwege sollte alles besser werden. Dachte man(n) … Es kam aber anders. Durch diese kurzzeitige Gabe von Medikamenten passierte genau das, wovor viele fachkundige Tierärzte immer warnen: Unbemerkt vermehren sich die schädlichen Erreger immer mehr. Nachdem nun bereits 5 Toptauben mit 59 Preisen aus dem Vorjahr ausgeblieben waren, wurde die Reise eingestellt. Auch ein Gespräch mit Wolfgang Roeper, der den beiden geraten hatte, die Tauben nicht mehr zu reisen, war dabei sehr hilfreich. Die Sportfreunde entschlossen sich, die Tauben gründlich zu checken, und traten dafür die Reise zu Dr. Warzecha an.

Diagnose: Chlamydien, Coli und Kokzidien!

Eine niederschmetternde Diagnose für die beiden. Bei einem persönlichen Gespräch erklärte Dr. Warzecha, dass es sich in diesem Jahr um sehr aggressive Kokzidien handelt, diese seien nur sehr schwer zu behandeln. Um den Bestand von den Chlamydien zu befreien, mussten 30–40 Tage angesetzt werden. Im Anschluss an die anstrengenden Kuren wurden die Tauben mit Hilfe der Firma Röhnfried wieder aufgebaut. Hier kam vorzugsweise das Produkt Bt-Amin forte zum Einsatz. Es enthält hochdosierte Aminosäuren, Elektrolyte und B-Vitamine in einer definierten Zusammensetzung. Die essentiellen Aminosäuren sind leicht verfügbar und stellen somit während Medikamentenkuren und in der Reisezeit eine optimale Entlastung dar. Außerdem wurde Gervit W verwendet, um den Stoffwechsel zu fördern und mit seinen 18 Vitaminen einen Vitaminmangel auszugleichen.

Eine regelmäßige Gabe von Entrobac während einer Kur ist das A und O, denn es enthält probiotische Bakterien und spezielle Prebiotika, die für eine optimale Besiedlung der Darmflora benötigt werden. Entrobac eignet sich bestens zur Darmsanierung während oder nach Belastungen, Futterumstellungen, Stressphasen und Behandlungen. Der enthaltene Bakterienstamm ist gegen viele Antibiotika stabil und deshalb ist Entrobac bestens zum Darmaufbau während und nach antibiotischen Behandlungen geeignet. Um den Darm der Tauben zu schützen, wurde während und nach der Behandlung regelmäßig Jungtierpulver eingesetzt.

Nun lag der Fokus auf den Jungtierflügen. Die Jungen wurden perfekt vorbereitet. Doch auch hier – wie bei vielen Kollegen in Deutschland – brach nach dem ersten RV-Flug die Jungtierkrankheit aus. Kaum hatte man die Sache im Griff, sollte der nächste Tiefschlag folgen. Ein Flug von Rottendorf, 100 km: 90 Tauben wurden eingekorbt und es kam, wie es kommen musste. Über 9 Stunden Konkurs und es fehlten den Müllers 42 Stück. Dies war für viele unerklärlich, hatte doch eine andere Regionalgruppe nur 10 Minuten früher aufgelassen und der Flug lief glatt mit einer Preiszeit von nur 10 Minuten. Taubensport kann bei einem solchen Jahr sehr anstrengend sein.

Soll unser Hobby den Züchtern eine Entspannung zum beruflichen Alltag sein, ist es vielerorts nach einem solchen Reisejahr aber doch nur Frust und Enttäuschung. Dies zieht sich leider durch ganz Deutschland. Sollte vielleicht einmal das System des Verbandes überdacht werden? Wer weiß …

Trotzdem gibt man in Herbstein nicht auf. Im kommenden Jahr will die Familie Müller mit ihren Neueinführungen wieder voll angreifen. Man holte sich Verstärkung bei dem holländischen Spitzenschlag Dereycke-Schieman. Hier wurde bestes Vandenabeele-Blut eingeführt, das nun direkt im Reisekorb getestet werden soll. Die Tauben der alten Basis Louis „618“ x Micheline „1848“ bleibt bestehen. Man wäre ja schlecht beraten, diese Tauben aus dem Bestand zu nehmen. Immerhin befruchtet der Louis „618“ mit seinen 13 Jahren noch jedes Ei. Diese Topgesundheit eines der besten Zuchtvögel des Schlages kombiniert mit den Neueinführungen wird bestimmt dafür sorgen, dass es im kommenden Jahr bei den beiden wieder so richtig MÜLLERT …

SG Uwe und Tim Müller

SG Uwe und Tim Müller

Results

2022

  • 1. RV-Meister
  • 1. Bester Altvogel der RV
  • 1. RV-Jährigenmeister
  • 1. Bester Jährige Vogel der RV
  • 2. Regionalverbands-Vogelmeister

2021

  • 20. AS Vogel Hessen 2021
  • 1. Regio.Meister Jährige Gr. West
  • 4. Regio.Meister Jungreise Gesamt
  • 5. Regio.Meister Vogel-MS Gr. West
  • 1. AS Vogel Monat Juni „Brieftaubensport International“ Monat Juni

2020

  • Regionalverbandsebene 456
  • 1. Regionalverbandsmeister
  • 1. Deutscher Verbandsmeister Regionalebene
  • 1. Deutscher Verbands – Jugend –MS Kat.4
  • 5. Regionalverbandsmeister Männchen
  • 10. Bester Vogel

RV Ebene

  • 1. RV Männchenmeister
  • 1. Deutsche Verbandsmeisterschaft
  • 1. RV Verbandsmeisterschaft
  • 1. Meisterschaft „Die Brieftaube“

2018

  • 1. RV-Meisterschaft 57 Preise und 3.951,45 AS-Punkte
  • 1. Bester RV-Vogel 13/13 Preise mit 976,24 AS-Punkten
  • 2. Bester RV-Vogel 13/12 Preise mit 894,71 AS-Punkten
  • 6. Bester RV-Vogel 13/11 Preise mit 848,57 AS-Punkten
  • 1. RV Männchenmeister
  • 1. RV-Kellermeier EDV Meisterschaft
  • 1. RV-Verbandsmeisterschaft

2017

  • 1., 2., 3., 5., 6., 11., … Regensburg, 270 km – gegen 4.141 Tauben
  • 1., 2., 3., 6., 8., 9., 12.,… Eferding, 423 km – gegen 3.227 Tauben
  • 1., 3., 4., 5., 6., 8., 10., … Plattling, 316 km – gegen 3.035 Tauben
  • 1., 5., 8., 11., 28., Eferding, 423 km – gegen 1.790 Tauben
  • 1., 4., 5., 8., 9., 12., … Plattling 316 km –

Das Röhnfried Racing-Team

Unser Team vereint einige der erfolgreichsten Taubenzüchter aus Deutschland, Polen, Belgien und den Niederlanden. Mit ihrer Leidenschaft und Expertise setzen sie auf die bewährten Produkte von Röhnfried, um ihre Tauben optimal auf die Wettflüge vorzubereiten. Das Team steht für herausragende Erfolge im Taubensport und teilt regelmäßig wertvolle Tipps und Erfahrungen. Durch den engen Austausch mit den Züchtern entwickeln wir von Röhnfried kontinuierlich innovative Produkte, die die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Tauben fördern. Gemeinsam setzen wir Maßstäbe im modernen Taubensport.

Mehr Erfolg bei Zucht und Sport

Mehr Erfolg bei Zucht und Sport

Mit unseren Produkten unterstützen wir Ihre Tiere dabei, in Zucht, Ausstellung und Sport ihre besten Leistungen zu zeigen.

Natürliche Produkte

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Viele unserer Produkte basieren auf natürlichen Rohstoffen, um die Gesundheit und Vitalität Ihrer Tiere bestmöglich zu fördern.

Eigene Produktion in Deutschland

Eigene Produktion in Deutschland

In Schleswig-Holstein produzieren wir in unserem eigenem Werk den Großteil unserer Produkte.